Streik bei Amazon in Leipzig

1. Juli 2016 | Politik | 61 Kommentare

Beim Versandriesen Amazon stehen seit heute morgen die Räder still. Die Mitarbeiter sind in den Streik getreten. Hintergrund ist die kontinuierlich schlechte Bezahlung der Mitarbeiter, die deutlich unter dem Branchenschnitt liegt, sowie Urlaubskürzungen..
„Wir streiken heute zeitgleich zum Robo-Cup um genau auf einen Unterschied hinzuweisen“, sagt Verdi-Streikleiter  Thomas Schneider. „Bei Amazon arbeiten Menschen, keine Rotoboter. Sie wollen nach branchenüblichen Löhnen bezahlt werden, die wollen Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen, die wollen all dieses für sich in Tarifverträgen regeln – doch das Amazon-Management zeigt die kalte Schulter und hält sich für den Nabel der Welt, der sich um all diese Belange der Beschäftigten nicht kümmern muss. Das treibt die Beschäftigten immer wieder auf die Straße“.

Die Forderung der Gewerkschaft: 1.013 Euro Weihnachtsgeld, 1.075 Euro Urlaubsgeld, eine 38 Stundenwoche und 6 Wochen Urlaub. Amazon verweigert die Aufnahme von Tarifverhandlungen, hat aber auf Grund der Streiks in den letzten drei Jahren die Gehälter und Löhne immer wieder etwas erhöhen müssen, zuletzt im September. Amazon zahlt kein Urlaubsgeld und gewährt seit 2016 nur noch 28 Arbeitstage Urlaub.

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  • Dieses Thema hat 61 Antworten und 13 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre, 2 Monaten von Anonym.
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  • #255711

    Beim Versandriesen Amazon stehen seit heute morgen die Räder still. Die Mitarbeiter sind in den Streik getreten. Hintergrund ist die kontinuierlich sc
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    #255712

    Das alte Spiel. Dann sollte man vielleicht nicht bei der Amazon Distribution GmbH anfangen. Verdi spielt sich mal wieder Sinnfrei auf.

    #255713

    Anonym

    1000 euro Urlaubsgeld? Sowas gibt’s noch? Und 28 Tage Urlaub ist meilenweit vom gesetzlichen Minimum entfernt

    #255714

    Es ist branchenüblich. Und wer arbeitet, soll auch für den geschaffenen Mehrwert entlohnt werden.

    #255715

    Minimum ist aber minimum, herr Sportler. Und im Sport geht es um höchste Leistungen. Mit deinem Minimum kommste auch bei Eis nicht weit…

    Und nix Idee macht seinem sinnfreien Namen alle Ehre. Denk vielleicht mal drüber nach, woher bezahlter Urlaub, bezahlte Freistellung bei Krankheit, 8Stunden-Arbeitstag etc. kommen…

    #255716

    Anonym

    tja, ein 8h tag ist hier aber gar nicht gefordert. .. 38 Wochenstunden. Plus Urlaubsgeld? Plus Weihnachtsgeld? Das hätte sicher jeder angestellte gern. Aber ob das angemessen ist…Ich weiss nicht.

    #255717

    Schulze, es sind Logistiker und sie werden über Logistikertarif bezahlt. Verdi will sich über den Namen Amazon profilieren. Das merkt man an der ganzen Geschichte. In diesem Fall bin ich klar bei Amazon.

    #255718

    Es sollten eigentlich noch mehr Firmen streiken am besten alle Firmen hier in dem Gebiet der ehemaligen DDR den es kann nicht sein das wir hier nach so vielen Jahren immer noch Niedriglohnsektor sind ,wenn ich das schon lesen muss Tarif West und Tarif Ost in Tarifverträgen und das nach über 25 Jahren. Es ist kein Wunder das sich Firmen in dieser Region (Halle und Leipzig) gerne ansiedeln denn so kann man dir Gewinnmaximierung schön ausleben.

    #255719

    Anonym

    so eine kleine Dorfklitsche wie Amazon mit seinen allenfalls unbedeutenden Marktanteilen wird sicher bei vernünftigen Löhne sofort Bankrott gehen oder seine Dividende kürzen müssen. Schließlich kann man ja keinem Angestelltem zumuten, für die eigene Arbeit auch noch vernünftig bezahlt zu werden.

    #255720

    Fractus, nochmal für dich, sie zahlen schon freiwillig mehr als Tarif.

    #255721

    Anonym

    @nix idee:

    mal weder keine eigene Idee warum deine Argumente nichts mit den berechtigten Gewerkschaftsforderungen zu tun haben? Statt dessen bleibt dir offensichtlich nur das Nachplappern der Konzernposition. Lerne endlich mal mit deinem eigenen Kopf zu denken, du ständige @nix idee

    #255740

    @nix idee: sie werden noch mehr zahlen, die Beschäftigten werden das durchdrücken. It’s economy, stupid.

    #255741

    Erklär mir noch mal warum Verdi sich nur bei Amazon profiliert und die Füße bei kleinen Firmen still hält, welche deutlich schlechtere Bedingungen bietet? Und berechtigte Forderungen sehen m.E. eben anders aus. Oder bleib bei deinen Kernkompetenzen und schwing weiter inhaltslose Parolen.

    @hei-wu
    Werden sie auch, aber sie werden sich hoffentlich nicht der Sinnlosen Kernforderung beugen. Übrigens scheinen die Leipziger Amazon Mitarbeiter nicht so unzufrieden zu sein.

    #255744

    Anonym

    @nix idee
    Erklär lieber du mal, was dich so umtreibt, dass du so heftig und permanent gegen die Streikenden hetzt? Solidarität scheint dir ein Fremdwort?

    Übrigens hat die New York Times, rezipiert vom gewiss nicht gewerkschaftsfreundlichen Manager Magazin eine recht umfangreiche Recherche über die Zustände bei Amazon verfasst. Danach haben die Angestellten wirklich jedes Recht auf einen Arbeitskampf.

    #255776

    Ich kritisiere hier die Art von Verdi. Wenn man mal sich mal im Netz so umschaut vertritt Verdi auch nicht die Meinung der Mehrheit der Arbeiter z.B. in Leipzig. Diese scheinen aktuell eben relativ zufrieden zu sein. Wie gesagt Verdi könnte so viele Brennpunkte angehen, dabei konzentriert man sich aus reinen „Marketing“ Gründen auf Amazon und schlachtet dies auch Medial aus. Passt übrigens zu den Aussagen der Rosa Luxenburg Stiftung, welche gefordert haben eine Kampagne gegen Amazon zu fahren. Das du da unreflektiert aufspringst ist natürlich nicht verwunderlich.

    Der Artikel hat auch nichts mit den Logistikern zu tun. Übrigens hast du schon den Artikel verlinkt der den New York Times Artikel relativiert. Aber ja, im oberen Managment kommst du nicht weiter mit 38 Stunden Woche. Ist jetzt aber keine große Überraschung.

    #255779

    Du glaubst also, dass diejenigen Mitarbeiter, die bei Amazon nach außen hin zufrieden sind, das auch wirklich? Dann kennst Du das perfide System nicht.

    #255787

    Es ist doch aber erstmal grundsätzlich zu klären. Sind die Mitarbeiter bei Amazon Logistiker oder Versand- und Großhändler. Es spricht viel dafür das sie Logistiker sind, Lieferungen packen, Lieferungen konfektionieren sieht für mich nach Logistikbranche aus. Also müsste der Tarifvertrag Logistik zum tragen kommen.
    Sicher gibt es bei Amazon auch Bereiche wie den Einkauf der Waren was dann wiederum für Versand- und Großhandel sprechen würde.
    Es könnten also 2 verschiedene Tarifverträge zum tragen kommen.

    Für die Lagerabeiter der Logistiktarifvertrag und für den zentralen Einkauf der Tarivvertrag Versandhandel.

    #255789

    Es ist doch aber erstmal grundsätzlich zu klären. Sind die Mitarbeiter bei Amazon Logistiker oder Versand- und Großhändler. Es spricht viel dafür das sie Logistiker sind, Lieferungen packen, Lieferungen konfektionieren sieht für mich nach Logistikbranche aus. Also müsste der Tarifvertrag Logistik zum tragen kommen.
    Sicher gibt es bei Amazon auch Bereiche wie den Einkauf der Waren was dann wiederum für Versand- und Großhandel sprechen würde.
    Es könnten also 2 verschiedene Tarifverträge zum tragen kommen.

    Für die Lagerabeiter der Logistiktarifvertrag und für den zentralen Einkauf der Tarivvertrag Versandhandel.

    Deswegen mein erster Post. Die Mitarbeiter der Amazon Distribution GmbH sind alles reine Logistiker. Da gibt es keiner zwei Meinungen. Das ganze ist bei Amazon eben alles ganz gut getrennt.

    #255792

    Anonym

    Eine Gewerkschaft kann nur dann erfolgreich Streiken, wenn nicht nur ihre Mitglieder, sondern die Masse der Belegschaft hinter einem Streik steht.

    Insofern wünsche ich den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei Amazon viel Erfolg beim Streik und meine Mitgliedsbeiträge sind in der Streikkasse gut angelegt.

    #255793

    Eine Gewerkschaft kann nur dann erfolgreich Streiken, wenn nicht nur ihre Mitglieder, sondern die Masse der Belegschaft hinter einem Streik steht.

    Insofern wünsche ich den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei Amazon viel Erfolg beim Streik und meine Mitgliedsbeiträge sind in der Streikkasse gut angelegt.

    Beim letzten mal waren es nach sehr optimistischen Schätzungen von Verdi 10% der Betreffenden.

    #255804

    Anonym

    Eine Gewerkschaft kann nur dann erfolgreich Streiken, wenn nicht nur ihre Mitglieder, sondern die Masse der Belegschaft hinter einem Streik steht.

    Insofern wünsche ich den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bei Amazon viel Erfolg beim Streik und meine Mitgliedsbeiträge sind in der Streikkasse gut angelegt.

    Beim letzten mal waren es nach sehr optimistischen Schätzungen von Verdi 10% der Betreffenden.

    Träum weiter von den Propagandamärchen der PR-Abteilung von Amazon.

    #255806

    Anonym

    Nachtrag: 430 Beschäftigen hatten sich am Streik im Mai beteiligt:

    #255826

    Träum weiter von den Propagandamärchen der PR-Abteilung von Amazon.

    Die Zahlen stammten von Verdi, die Gesamtzahl der Mitarbeiter kannst du dir selbst raus suchen.

    Aber nehmen wir mal nur Leiptzig, selbst am Standort Leipzig arbeiten ~2000 Mitarbeiter. Selbst wenn wir deine Propagandazahlen nehmen ist das keine Mehrheit oder die Masse. Aber gut im linken Demokratieverständnis geht es ja nicht um Mehrheit.

    #255842

    Anonym

    die letzten von mir gefundenen Zahlen gingen von einer Stammbelegschaft von 1000 Mitarbeitern aus.

    http://www.lvz.de/Mitteldeutschland/Wirtschaft/Amazon-vervierfacht-Zahl-der-Saisonarbeiter-in-Leipzig-Einstellungen-beginnen-Mitte-Juli

    #255850

    die letzten von mir gefundenen Zahlen gingen von einer Stammbelegschaft von 1000 Mitarbeitern aus.

    27.06.2010

    Na gut das erklärt deine Verwirrungen. Als Tipp wir haben 2016.

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