Stellvertretender FDP-Chef nennt Beitritt zu CDU-Fraktion „Fatale Fehlentscheidung“

18. Juni 2014 | Politik | 1 Kommentar

Der Beitritt der verbliebenen zwei FDP-Stadträte zur CDU-Fraktion stößt bei den Liberalen innerparteilich auf geteiltes Echo.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Peter Kehl nennt es eine „Fatale Fehlentscheidung“, wie der auf der offizielle Facebook-Seite der Partei erklärt. „Meines Erachtens gegen die Mehrheitsmeinung des Kreisparteitages, auch wenn es keine Abstimmung darüber gab!“
Die neue Kreisvorsitzende Katja Raab ist da anderer Auffassung. „Das würde ich so nicht sagen, es sei denn, Du bist als Person die Mehrheit“, entgegnet sie Kehl. „Es gab dazu nur Deine Einlassung , keine weiteren Wortmeldungen zu dem Thema, geschweige denn einen Meinungsaustausch. Den gab es in Gesprächen im Anschluss, als die beiden ihre Gründe erläuterten und da konnten doch einige Relativierungen erzeugt werden. Es ist völlig legitim, wenn du bei Deiner Ablehnung bleibst, aber diese als Mehrheitsmeinung des Kreisparteitages zu proklamieren ist dann doch etwas übers Ziel hinaus.“

Die FDP hatte im alten Stadtrat sechs Mitglieder. Bei der Kommunalwahl vor zweieinhalb Wochen haben mit Andreas Hajek und Hans-Dieter Wöllenweber und zwei Stadträte der Liberalen den Wiedereinzug geschafft. Für eine Fraktionsbildung sind mindestens drei Räte nötig.

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