Sozial-Rathaus: Idee aus Beigeordneten-Bewerbung „gemopst“?

9. September 2015 | Politik | 17 Kommentare

Am Mittwoch berichtete Oberbürgermeister Bernd Wiegand über seine Pläne zur Einrichtung eines Sozial-Rathauses. Hier sollen alle sozialen Institutionen der Stadtverwaltung unter einem Dach arbeiten.
scheibe neustadt
Doch etlichen Stadträten kommt diese Idee nicht unbekannt vor. Sie wird so nämlich auch in der Bewerbung vom Thomas Godenrath um den Posten des Sozialdezernenten ausgeführt. „Der Geschäftsbereich Bildung und Soziales ist auf 14 Hauptstandorte verteilt“, kritisiert er in seiner Bewerbung. „Neben der ungünstigen Verteilung der Verwaltungseinheiten auf das gesamte Stadtgebiet der Stadt Halle (Saale) ist auch der bauliche Zustand vieler Standorte kritisch zu bewerten“, führt Godenrath dort aus. Viele Räumlichkeiten seien für den Aufgabenbestand ungeeignet, teilweise weder baulich noch räumlich geeignet.

In der Bewerbung bringt Godenrath den Standort Halle-Neustadt ins Gespräch für eine Konzentration der verschiedenen sozialen Fachbereiche. Ein bis zwei Scheiben-Hochhäuser müssten dafür saniert werden. Gemeinsam mit dem Jobcenter Halle und weiteren Leistungen der Arbeitsagentur wie Berufsinformationszentrum und Familienkasse) könnte ein „Sozial- und Verwaltungszentrum“ entstehen.

Vorteile für die Nutzer seien die gute Verkehrsanbindung, ein großes Leistungsportfolio an einem Standort sowie kurze Wege und Wartezeiten durch ein modernes Terminmanagement. Die Verwaltung spare zeit, weil „Beratungsreisen“ durch die Stadt entfallen, das Arbeitsumfeld verbessere sich durch moderne und passgerechte Verwaltungsräumlichkeiten.

Im Oktober wird der Stadtrat übrigens den neuen Sozialdezernenten wählen.

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Dieses Thema enthält 17 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 3 Jahre, 8 Monate.

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  • #172899

    Am Mittwoch berichtete Oberbürgermeister Bernd Wiegand über seine Pläne zur Einrichtung eines Sozial-Rathauses. Hier sollen alle sozialen Institutione
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    #172900

    Kommt mir eher schon bekannt vor vom Riebeckplatz-Verwaltungshochhaus, was schon im Wahlprogramm vom OB auftauchte. Kann man ja grad noch mal versuchen. Vielleicht ist ja jetzt diese peinliche Strukturuntersuchung der HWG vom Frühjahr (?) schon vergessen. Huch.

    #172901

    Ich halte die Zusammenfassung von Liegenschaften nicht unbedingt für einen patentierten Gedanken, da fehlt es deutlich an der Schöpfungshöhe.

    #172902

    Anonym

    Die inhaltliche Frage stellt sich hier aber nicht primär!

    #172911

    Anonym

    Dürfen Inhalte einer Bewerbung einfach übernommen und veröffentlicht werden? Alle Räte müßten diese zwar erhalten haben aber diskutiert wird doch nur nicht öffentlich. Oder sehe ich da was falsch? Hat der OB die Idee vielleicht nur von einem Stadtrat erhlten, ohne zu wissen, dass es aus der Bewerbung ist?
    Hat das Auswirkung auf die Wahl als Vor- oder Nachteil?

    #173071

    „Vorteile für die Nutzer seien die gute Verkehrsanbindung, ein großes Leistungsportfolio an einem Standort sowie kurze Wege und Wartezeiten durch ein modernes Terminmanagement. Die Verwaltung spare zeit, weil „Beratungsreisen“ durch die Stadt entfallen….“
    Wieder mal ist festzustellen, dass der Mann nicht vom Fach ist und nur als politischer Partei-Aufsteiger agiert. Hat er sich jemals mit den eigentlichen Fachleuten des Geschäftsbereiches unterhalten, den er führen will? Scheinbar nicht. Eine Konzentration aller sozialen Leistungen ist überhaupt nicht gewünscht, da die verschiedenen (Kunden)-Ströme eben genau nicht an einem Standort zusammengefasst werden sollen. Und wer soll die Sanierung der Scheiben finanzieren? Mietmodell über eine hallesche Tochter (HWG, GWG)? Der Sanierungsaufwand wird Mieten erzeugen, die jenseits des für die Stadt machbaren sind. Im Übrigen ist die Idee eines Sozialrathauses selbst in Halle schon vor Jahren durchs Dorf getrieben worden, z.B. vom jetzigen Sozial-Dezernenten.

    #173097

    @Campino: in dem Artikel heißt es, die Stadträte (das ist ja kein kleiner Kreis) haben sich an den Inhalt (und Wortlaut) des Textes erinnert. Also what? Die Inhalte sind nicht neu, erfüllen keine Schöpfungshöhe. Sie sind diskussionswürdig, aber nicht gerade genial, weil sie von jedem durchschnittlichen Menschen mit kommunalpolitischer Erfahrung bei gegebener Aufgabenstellung hätten entwickelt und geäußert werden können, sie lagen gewissermaßen „auf der Hand“.
    Aber eben nicht einmal zwingend, denn wie „Kritipoliti“ sagt (dem ich hier gar nicht folge), sind sie möglicherweise nicht einmal zwingend richtig.

    #173130

    Anonym

    @Kritipoli da scheinst du ja die Qualifikationen und Fähigkeiten von Hr. Godenrath besonders gut zu kennen! Und seine Persönlichkeit vermutlich auch.
    Die Frage war auch nicht inhaltlich, da müßte sich ja eh der Rat auseinandersetzen, die Frage ist, wie zufällig, dass ihm dies so spontan eingefallen ist.

    @hei-wu ist aber schon auffällig bei Herrn OB. Kurz bevor irgendetwas öffentlich erscheint, zaubert er es schon selbst hervor. siehe Beitrag @HansimGlück, siehe Bildungskonzept, auch da war die Einbringung in den Stadtrat im Juli zu erwarten und schwupps hat er im Juni dies selbst aufgegeben. Na welch ein Zufall aber auch. Ende letzten Jahres, wo die Notwendigkeit augenscheinlich war ist im das nicht aufgefallen.

    Aber klar alles Zufälle vom großem Zampano. für wie Blöde haltet ihr die Leute?

    Ich möchte erwähnen, dass man hoffentlich nicht wieder Gerichte damit bemüht, darum geht es nicht!

    #173146

    Den persönlichen Kommentar von @kritipoliti , Herrn Godenrath als nicht vom Fach und reinen Parteiaufsteiger zu bezeichnen, finde ich völlig unzutreffend. Ich habe ihn als integeren und zupackenden Menschen kennen gelernt. Es ist mir lieber, ein Pragmatiker, der schon in verschiedenen auch niederen Verwaltungsbereichen gearbeitet hat, bekommt den Job, als jemand der lediglich theoretische Kenntnisse hat, dafür aber auf akademische Titel etc. verweisen kann.

    #173248

    @kritipoliti

    Sie kritisieren, dass der Kandidat ein Parteibuch hat? Ernsthaft? – Hier geht es um ein politisches Amt, das ist Ihnen klar, oder? (Na, ich hab gelacht. Danke dafür.)

    Und der Rest Ihres Texts; Sie zitieren offenbar direkt aus dem Konzept- da wissen Sie mehr als ich. Erhellen Sie mich doch bitte:

    Warum sollte die Zusammenlegung nicht gewollt sein? Von welchen ‚Fachleuten‘ reden Sie? – Beim ‚Haus der Jugend‘ funktioniert sowas offensichtlich gut.

    Die Sanierung oder Miete einer Scheibe ist nicht zu bezahlen? Sagt wer? Was würde es denn kosten? – Bevor es keine belastbaren Zahlen gibt, sollte man es nicht ausschließlich.

    Jetzt frag ich mich, warum ich mir die Mühe mache an Sie zu schreiben, denn Antworten werden Sie wohl leider schuldig bleiben, obwohl Sie offenbar nah am Geschehen sind.

    Seis drum. Ich bin der Idee gegenüber jedenfalls nicht abgeneigt, sondern offen. Habe zwar nichts mit den fraglichen Behörden zu tun, erinnere mich aber noch an die Rennereien meiner Kinder bei der Geburten meiner Enkel. Die hätten gern kürzer gehabt.

    #173375

    Thomas Godenrath macht einen jugendlichen Eindruck, aber er ist 44 Jahre alt und hat ausreichend Erfahrung in der Stadtverwaltung gesammelt. Mit welchem Alter sollte denn ein Mann einen Führungsposten bekommen?
    Mit 44 Jahren war Napoleon Kaier der Franzosen !

    #173513

    Na, 44 Jahre ist natürlich eine Qualifikation… Und seine Erfahrungen sagen ja nichts über seine Leistungen!

    #173578

    Welche Erfahrungen und Leistungen hat denn Paulsen vorzuweisen, dass er jetzt als Chef der Integrationshelfer fungieren soll? Bloß mal gefragt.

    #174578

    Anonym

    Der Zirkus geht weiter. Hr. B scheint gerade durch das Döllnitzer Wehr zu rudern. Ob dann auch Angler am Rand stehen? 🙂

    #175004

    Thomas Godenrath macht einen jugendlichen Eindruck, aber er ist 44 Jahre alt und hat ausreichend Erfahrung in der Stadtverwaltung gesammelt. Mit welchem Alter sollte denn ein Mann einen Führungsposten bekommen? Mit 44 Jahren war Napoleon Kaier der Franzosen !

    Wir haben aber schon einen Kaiser in Halle!

    Und der Exilkaiser aus Elba/Landsberg scheitete noch bei jedem Rückkehrversuch.

    Da sollte der neue Gescheiter sein. 😉

    #175012

    Eher Imperator, um mal bei den Märchen zu bleiben.

    #175058

    Welche Erfahrungen und Leistungen hat denn Paulsen vorzuweisen, dass er jetzt als Chef der Integrationshelfer fungieren soll? Bloß mal gefragt.

    Er hat sich doch gut in die Stadtverwaltung integriert!
    Und das, trotz szabatistischen Hinterlassenschaften.

    #175112

    Anonym

    Er hat sich doch gut in die Stadtverwaltung integriert! Und das, trotz szabatistischen Hinterlassenschaften.

    Und jeder ohne dein „szabatistisches“ Trauma fragt sich jetzt, was du uns damit mitteilen willst.
    Wie sieht seine „Integration“ konkret aus? Und/oder, was ist daran so extraordinär und daher erwähnenswert, wenn sich ein Arbeitnehmer seinem Arbeitsumfeld einfügt?

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