Sitte führt Linke in den Bundestagswahlkampf

15. März 2013 | Politik | Keine Kommentare

Die Partei „Die Linke“ hat sich am Freitagabend bei ihrer Mitgliederversammlung im Steintor Varieté in Halle (Saale) für Petra Sitte als Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis 72 (Halle und Teile Saalekreis) entschieden.

Seit 2005 sitzt die Politikerin im Bundestag, hat 2005 das Direktmandat geholt. 522 Mitglieder aus Halle und 41 aus dem Saalekreis sowie jeweils ein Mitglied aus dem Harz und Mansfeld-Südharz waren eingeladen. Abgegeben wurden 208 Stimmen, davon waren alle gültig. 204 waren für Sitte, 1 Mitglied stimmte mit Nein, drei Mitglieder enthielten sich.

Sitte sprach sich in ihrer Nominierungsrede für einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Sie warb dafür, auch die Initiative gegen die Privatisierung von Wasser zu unterstützen. Daneben forderte einen demokratischen Transformationsprozess der Gesellschaft. „Das ist ganz wichtig. Änderung muss von unten wachsen und getragen werden.“ Eine Chance sieht Sitte in der digitalen Revolution, die die Gesellschaft massiv verändere. „Sie hat das Zeug die Grundstrukturen der Gesellschaft, also Eigentums-, Besitz- und Verteilungsprozesse, neu zu verteilen.“ Sitte ging es in ihrer Rede vor alle um das Wissen. „Wissen landet nicht mehr als Fertiggericht auf unserem Teller. Wir müssen uns, um zu unserem Wissen zu kommen, selbst um die Zutaten kümmern.“ Sie kritisierte die digitale Spaltung der Gesellschaft. So werde in jeder zweiten Fernsehsendung zum mehr Informationen auf das Internet verwiesen. Doch wenn man das nicht habe, schaue man in die Röhre. Hartz Vier Empfänger bekämen beispielsweise die nötige Ausstattung gar nicht bezahlt.

Zum Nominierungsparteitag war auch der Bundestags-Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi gekommen. Er lobte Sitte als eine „hochkluge Frau“ mit eine „hochabständigen Charakter.“ Sie habe sich in der Fraktion ein einmaliges Spezialwissen angeeignet.

Auch die Landesvorsitzende Birk Bull warb für Sitte. „Das ist ein Original. Sie ist eine ehrliche politische Haut.“ Sitte sei nah bei den Leuten, auch ohne Kamera und Journalisten. „Mit der ist was zu reißen.“

Als weitere Direktkandidaten stehen bereits Christoph Bergner (CDU), Cornelia Pieper (FDP), Sebastian Kranich (Grüne), Karamba Diaby (SPD) und Stephan Schurig (Piraten) fest.

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