NPD-Werbetruck gestoppt: Markt in Halle bleibt Nazifrei

17. September 2013 | Politik | Keine Kommentare

Am Mittag haben auf dem Marktplatz in Halle (Saale) die Proteste gegen die Wahlkampftour der rechtsextremen NPD begonnen. Mit Erfolg.

Die Partei wollte mit ihrem Werbetruck, dem sogenannten „Flaggschiff“ auf Stimmenfang gehen. Doch bereits in der Rathausstraße war für die Rechtsextremen Schluss. Ursprünglich wollte die NPD auf dem Marktplatz Wahlkampf machen.

Zahlreiche Hallenser versammelten sich auf dem Marktplatz und dem Hansering, um ihre Abneigung gegen das braune Gedankengut der NPD zum Ausdruck zu bringen. Unter den Demonstranten waren unter anderem Oberbürgermeister Bernd Wiegand, mehrere seiner Beigeordneten, Stadträte, Landtags- und Bundestagsabgeordnete und Bürger.

Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende Udo Pastörs hielt eine Rede, die aber in den Pfiffen der Gegendemonstranten unterging. Ein zweiter Redner schimpfte über Schwule und verglich diese mit Nektrophilen „und anderen sexuellen Abarten“. Gegen 15.30 Uhr zog der NPD-Tross weiter nach Leipzig. Bei der Abreise kam es noch in der Großen Steinstraße zu gewalttätigen Übergriffen von Polizisten auf Demonstranten.

Das Bündnis „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ hatte zu Gegenprotesten aufgerufen.

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