NSDAP als Vorbild?

7. Mai 2019 | Politik | 47 Kommentare

Zum heute, 07.05. 2019,  in der Mitteldeutschen Zeitung erschienen Artikel zu den Ereignissen bei einem AfD-Kreisparteitag in Halle und den von der Mitteldeutschen Zeitung wiedergegebenen Äußerungen in der Veranstaltung erklärt die innenpolitische Sprecherin der LINKEN Henriette Quade:

Geschichtsrevisionismus, Relativierungen des Nationalsozialismus und der Versuch, den Zivilisationsbruch, den der deutsche Faschismus bedeutete, klein zu reden, gehören zur AfD. Insofern sind die heute öffentlich gewordenen Äußerungen auf einem Kreisparteitag im Februar nicht überraschend. Dass die Behauptung, die NSDAP sei keine rechte Partei gewesen – und überhaupt sei eine ideologische Einordnung von Parteien in rechts und links nicht angemessen –auf großen Beifall bei den anwesenden AfD-Mitgliedern gestoßen ist, liegt nahe. Wenn schon der Bundesvorsitzende den Holocaust als „Vogelschiss“ bezeichnet und stolz sein will auf die Leistungen von Soldaten in beiden Weltkriegen, also auch auf die der Wehrmacht, ist auf den unteren Ebenen der Partei nichts anderes zu erwarten. Das passt zum immer mehr rechtsextremen Kurs der AfD. Während sich die AfD als normale Partei im demokratischen Spektrum darstellen will, stellt sie demokratische Werte in Frage und lehnt sie in Teilen eindeutig ab.

Bemerkenswert ist allerdings, dass diese geschichtsrevisionistischen Behauptungen von einem in Halle in der Vergangenheit durchaus bedeutsamen, ehemaligen CDU-Politiker geäußert wurden. Das macht einmal mehr klar: Fast immer geht es bei der Behauptung, es gäbe keine rechten und linken Parteien mehr, im Kern darum, eine Legitimation für Kooperationen mit extrem rechten Parteien wie der AfD zu schaffen. Das Beispiel der inakzeptablen Äußerungen Heinrichs zeigt auch erneut, dass die CDU hier Klärungsbedarf in ihrem eigenen Milieu hat und sich eindeutig positionieren muss. Will sie demokratische Werte gegen jene verteidigen, die sie tatsächlich angreifen? Oder geht sie immer weiter mit bei den Angriffen der extremen Rechten auf zivilgesellschaftliche und linke Engagierte und Aktivistinnen und Aktivisten.

Im Kontext der Ereignisse der letzten Tage wird offensichtlich, wie verschroben die Problemwahrnehmung bei vielen politischen Entscheidungsträger*innen ist: Über sozialdemokratische Ideen des Vorsitzenden der Jungsozialisten in der SPD echauffiert sich die halbe Bundesregierung, inklusive SPD. Galgen für politische Gegner*innen, rechtsextreme Dominanzversuche und Aufmärsche im Stil der SA in Plauen erfahren dagegen seit Jahren keine wirksame Gegenwehr von Seiten der Exekutive im schwarz-rot regierten Sachsen. Die Schilderungen zum Kreisparteitag der AfD in Halle geben einen Einblick in den Alltag einer rechtsextremen Partei, die von Teilen der CDU und ihres Umfeldes hofiert wird. Sie machen auch deutlich, dass jedes Zugehen auf die AfD die Akzeptanz rechtsextremer Positionen bedeutet. Umso wichtiger ist es, dass den Normalisierungsversuchen der AfD deutlich widersprochen wird, wie es beispielsweise in Eisleben am 1. Mai insbesondere viele junge Menschen getan haben. Und es gilt, die Demokratie auch bei den bevorstehenden Wahlen zu verteidigen.

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  • #344574

    Das die NSDAP sich selbst zunächst als linke Partei sah

    Oh Gott, unsere ahnungslosen Hobby-Historiker. Erst wird die sozialistische Revolution im Blutbad ertränkt und dann waren deren Mörder angeblich auch noch links.

    Es ist wohl wirklich so, dass historische Ereignisse spätestens nach 3 Generationen aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden sind. Das eröffnet Trollen mit ihrer Nicht-Bildung natürlich ungeahnte Fantastereien.

    #344576

    Man kann jedenfalls Hitler und seiner NSDAP nicht pauschal mit der Nazi-Keule kommen. Das waren einfach besorgte „Bürger aus der Mitte“.

    #344577

    kwT

    #344580

    @fractus, dein Versuch, andere in ihrem Wissen zu diskreditieren, ist an dieser Stelle durchschaubar. Nützt aber nichts. Die Nationalsozialisten haben anfänglich auch linke Ziele verfolgt.

    #344581

    Danke hei-wu.
    Hier zeigst du dein deutschlandfeindliches Gesicht. Lieber links, als deutsch, nicht wahr. LOL. Die Landsmänner (und -männerInnen) aus dem Osten waren also deiner Meinung nach eine Plage.

    Ob uns „Ostdeutschen“ das passt oder nicht- es ist die Wahrheit, die darf man ja wohl noch sagen-oder!?

    #344582

    Das waren einfach besorgte „Bürger aus der Mitte“.

    Das waren anfänglich Personen, vor allen Dingen aus der Arbeiterklasse, die gleichermaßen von der KPD und der NSDAP umworben und gewonnen wurden.

    #344583

    So wie die Wahlschafe der AfD eben, die ihren Schlächter selber wählen.

    #344584

    Ob uns „Ostdeutschen“ das passt oder nicht- es ist die Wahrheit,

    Ist das Satire oder hast du ein reales Problem?

    #344585

    Anonym

    Hm.
    Mit anderen Worten. Die Regierung darf machen was sie will. Am Bürger vorbeiregieren, gegen Gesetze verstoßen, Medien beeinflussen, Steuergeld verschwenden – solange sie „linke Positionen“ vertritt und den Schein des Gutmenschentums pflegt.
    Alle, die dagegen was haben und bei der nächsten Wahl Stimmen bekommen könnten sind Nazis oder Revisionisten, besonders in Deutschland, denn Deutschland ist schuldig.
    Es besteht nämlich jederzeit die Gefahr, dass Deutschland Polen wieder angreift bzw. „zurückschießt“ … und dann den Durchmarsch nach Moskau und Paris antritt … usw.

    Ihr (hei-wu, fractus, hansi Co.) seid nicht links. Ihr seid lächerlich, eine Schande für die politische Linke. Ihr besteht nur noch aus einem Beißreflex gegen jegliches Eigeninteresse Deutschlands.

    #344586

    „Die Regierung darf machen was sie will. Am Bürger vorbeiregieren, gegen Gesetze verstoßen, Medien beeinflussen, Steuergeld verschwenden – solange sie „linke Positionen“ vertritt und den Schein des Gutmenschentums pflegt.“

    Mit anderen Worten: Du darfst jeden Unsinn behaupten, so wie Trump auch. So what?

    #344587

    @fractus, dein Versuch, andere in ihrem Wissen zu diskreditieren,

    In deinem rechten Neudeutsch wird der bloße Verweis auf Fakten scheinbar als Diskreditieren bezeichnet. Wieder was dazu gelernt.

    Und der Hitler-Ludendorff-Putsch nach Mussolinis Vorlage war dann auch nur dazu da, um den Sozialismus in Deutschland gegen die bösen ausbeuterischen Kapitalisten einzuführen? <Ironie-Tag off>

    Wo bitte hast du den Umgang mit historischen Fakten und Quellen gelernt? Ich brauche hier keinen zu diskreditieren, das tust du selbst von ganz alleine.

    #344589

    Anonym

    Also Stadt für Kinder.

    Was schreibst du denn nur?
    Du schmeißt den Tastenmakro Nr. 1 an (mehr hast du nicht geschafft) und der lautet an den Diskussions’gegner‘ … „du schreibst Unsinn“.

    Das ist nicht beeindruckend! Du enttäuscht. Bitte widerleg mich?
    Aber bitte nicht so …
    „du schreibst solchen Unsinn, darauf brauch ich nicht antworten.“
    oder
    „Auf so niedriges Niveau – um nicht zu sagen Unsinn – begebe ich mich nicht. Aber dass du das schreiben darfst, beweist den großartigen Zustand unserer Regierenden“.

    Nein, nein.
    Du mußt schon Argumente bringen.
    Widerleg doch bitte mal die Medienbeeinflussung. Die gefälschten Statistiken. Oder den Rechtsbruch der offenen Grenzen, am Volk und Parlament vorbei beschlossen.

    Nu mach doch mal.

    #344590

    teu

    Das waren anfänglich Personen, vor allen Dingen aus der Arbeiterklasse, die gleichermaßen von der KPD und der NSDAP umworben und gewonnen wurden.

    Das ist „Mein Kampf“.
    Geschichte wiederholt sich nicht, es sei denn als Farce.

    #344591

    @fractus, typisch. Es muss wieder persönlich werden. Wo ich etwas studiert /gelernt habe, werde ich Typen wie dir an dieser Stelle nicht erklären.

    Wenn du über historische Fakten, zm Beispiel den Spartakusaufstand Konversation, betreiben möchtest, drücke dich klar und deutlich aus und teile konkret mit, welches Ereignis du besprechen möchtest.

    Andere Ratespielchen ala Jauch für verarmte Linke kannst du in deinen Kreisen abhalten.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 months von Porbitzer.
    #344592

    @teu, Was soll denn das? Wo soll denn das in dem Buch stehen? Ich bitte um korrekte Zitatangabe. Ich habe das Buch bisher nicht gelesen.

    #344593

    Ob uns „Ostdeutschen“ das passt oder nicht- es ist die Wahrheit,

    Ist das Satire oder hast du ein reales Problem?

    Das ist weder Satire noch Problem. Das ist eine begründete Feststellung ohne jegliche Wertung. Die (negative) Wertung kommt erst dann, wenn Figuren wie Luckyman und sonstige AfD-Schergen den Begriff „Systemfremd“ nicht nach objektiven wirtschaftlichen Kriterien definieren, sondern mit nationalistischer bzw. rassistischer Sülze ausfüllen wollen. Solidarität war damals gut und richtig und bleibt es weiterhin.

    #344601

    Anonym

    Wg. massiver Beleidigungen wurde dieser Beitrag gelöscht.

    Dein Admin

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 months von Riosal.
    #344604

    Zum Thema mein Kampf empfehle ich einfach mal eine Lesung:

    #344621

    Anonym

    Letzte Warnung. Sonst bist du hier raus, @Luckyman.
    -Admin-

    #344624

    Danke fractus, kannte ich leider noch nicht.

    #344626

    Anonym

    Luckyman legt jetzt mal ein paar Tage Pause zur Besinnung ein.
    – Admin-

    #344629

    Beschimpfungen sind keine demokratische Diskussion, Lucky. Ich fordere, dass Du Dich sofort bei Cata entschuldigst.

    #344630

    P.S.: Zu Deinem eigenen Schutz habe ich die Beschimpfungen gelöscht. Ansonsten hätte eine Anzeige gedroht. Ist leider so.

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