Nächste Woche: Streiks und Großdemos in Halle

25. April 2013 | Politik | Keine Kommentare

Die kommende Woche wird in Halle (Saale) DIE Protestwoche des Jahres. Gleich mehrere Demonstrationen und Streiks sind angekündigt.

Die wohl eindrucksvollste Aktion dürfte von der Uni kommen. Denn Studierende und Uni-Mitarbeiter wollen gemeinsam gegen drohende Kürzungen an den Hochschulen protestieren. Vor allem die Medizinische Fakultät macht mobil. Am 30. April um 15 Uhr treffen sich die Demonstranten am Stadtpark. Von dort aus ziehen sie zum Marktplatz. Dort wird es um 16 Uhr eine Kundgebung geben, dort reden Studierende, der Dekan der Medizinischen Fakultät sowie Vertreter von ver.di und Marburger Bund. Ab 14 Uhr finden keine Lehrveranstaltungen mehr statt, so dass Studenten auch keinen Stoff verpassen. Parallel dazu gibt es eine Petition, mit der ein „Erhalt einer leistungsfähigen Universität und der Universitätsmedizin Halle“ gefordert wird. Die Landesregierung will 70 Millionen Euro bei den Hochschulen in Sachsen-Anhalt einsparen.

Am 1. Mai ab 9.30 Uhr ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu seiner Maikundgebung unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa. Sichere Rente. Soziales Europa.“ auf. Auch dabei werden die drohenden Kürzungen an der Uni thematisiert. Dazu wird die Wissenschaftsexpertin der Gewerkschaft ver.di, Anne Voß, erwartet. Doch auch um die allgemeinen Gewerkschaftsforderungen wie einen gesetzlichen Mindestlohn von 8.50 Euro sowie eine bessere Bezahlung der Leiharbeit wird es gehen. So wird Judith Kerschbaumer, Leiterin Sozialpolitik der ver.di-Bundesverwaltung, die Mairede halten. Anschließend gibt es bis 14 Uhr ein buntes Rahmenprogramm mit Musik von Catch Bolder, die Band Joe Eimer & die Skrupellosen, Simultanschach, Clownerie sowie Informationsständen von Gewerkschaften, Vereinen und Parteien.

Und auch gestreikt werden soll kommende Woche. Am Dienstag wollen Beschäftigte des Einzelhandels ihre Arbeit niederlegen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte zuvor die Tarifverträge aufgekündigt. Und am Donnerstag ruft die IG Metall zu Arbeitsniederlegungen in einem Betrieb der Metallbranche auf. Um welchen es sich handel, ist noch unklar. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten, die Arbeitgeber bieten 2,3 Prozent.

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