Mobbing-Vorwürfe: SPD-Geschäftsführer kritisiert OB Wiegand

20. Januar 2014 | Politik | 1 Kommentar

Scharfe Vorwürfe gegen Oberbürgermeister Bernd Wiegand. „Der Oberbürgermeister unserer Stadt belügt die Öffentlichkeit!“, schimpft der SPD-Fraktionsgeschäftsführer Andreas Schmidt.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand

„Jeder, der in der betreffenden Zeit dienstlich mit dem Dezernat III der Stadtverwaltung zu tun hatte, weiß, dass die damalige persönliche Referentin aus dem dienstlichen Post- und Mailverkehr ausgeschlossen war und keinerlei dienstlichen Aufgaben erhielt“, erklärt Schmidt bei Facebook. „Jeder, der die Diensträume aufsuchte, konnte sich davon persönlich überzeugen. Die einzige dienstliche Aufgabe, an der die persönliche Referentin nicht hindern konnte, war die Teilnahme an Stadtratssitzungen am Tisch der Referenten. Es war allgemein bekannt, dass er versuchte, auch das zu verhindern. Unter den Augen dutzender Zeugen versuchte der damalige Dezernent Wiegand in kindischer Weise, das Namensschild seiner hinter ihm platzierten Referentin zu verrücken oder entfernen.“

Hintergrund von Schmidts Reaktion sind Äußerungen Wiegands, in denen er den Mobbing-Vorwurf des Verwaltungsgerichts Magdeburg zurückweist. Die Richter dort hatten Wiegand vorgeworfen, zu seiner Zeit als Innendezernent seine damalige Referentin Ulrike Rohne-Rehagel systematisch ausgegrenzt zu haben.

Schmidt selbst bezieht sich auf einen Vorfall aus dem September 2010. Der HalleSpektrum.de-Stadtratsreporter berichtete damals ebenfalls über diesen Vorfall: „Doch auch Referentin Ulrike Rohne war zur Ratssitzung gekommen, nahm – so wie alle Referenten – hinter „ihrem“ Beigeordneten Platz. Doch Wiegand eröffnete ihr erstmal, dass sie nicht zu seinem Dezernat gehöre. Am Ende saß sie doch die ganze Zeit in der Reihe hinter Wiegand, auch wenn der Innendezernent eine Zusammenarbeit mit ihr ablehnt.“

Weiterführender Artikel:
Wiegand legt Berufung gegen Gehaltskürzung ein, Mobbing-Vorwurf der Richter

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