Initiative von Anwohner*innen in der Adam-Kuckhoff-Straße veranstaltet Gedenkaktion im Steintorviertel

9. November 2017 | Politik | 1 Kommentar

Mitglieder der Anwohner*innen-Initiative Adam-Kuckhoff-Straße trafen sich heute am Gedenktag an die Reichspogromnacht im Steintorviertel in Halle (Saale) zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus. Während des Gedenkens wurden Stolpersteine geputzt, die an den Wohnorten der Opfer verlegt wurden. Die Initiative hatte sich aus Protest gegen das rechtsextreme Hausprojekt der »Identitären Bewegung« in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle (Saale) gegründet.

Die Initiative berichtet: „Einige der Anwohner*innen der Nachbarschaftsinitiative in der Nähe der Adam-Kuckhoff-Straße nutzen den heutigen Vormittag des 9.November 2017, um einige der Stolpersteine im Steintorviertel zu putzen. Diese Stolpersteine erinnern an die Geschichte von Menschen, die hier in der Nähe wohnten, von den Nazis verschleppt und ermordet worden sind. In der August-Bebel-Straße, in der Puschkinstraße, im Harz, in der Emil-Abderhaldenstraße und in der Ludwig-Wucherer-Straße finden sich Steine, die daran erinnern. Ein kleiner Blumenstrauß und eine Erinnerungstafel sollten sie wieder sichtbar machen. Es war ein Vormittag, der die Geschichte in unserem Viertel lebendig werden ließ. Für uns ist es ein Grund mehr, uns für ein weltoffenes und respektvolles Miteinander ohne Ausgrenzung zu engagieren.“

Für bundesweite Aufmerksamkeit hatte ein offener Brief <http://aksanwohnerinneninitiative.blogsport.de/> gesorgt, den die Initiative veröffentlichte. Mit diesem sprachen sich mehr als 120 Anwohner*innen gegen das rechtsextreme Hausprojekt der »Identitären Bewegung« in der Adam-Kuckhoff-Straße 16 in Halle (Saale) aus. Die Unterzeichnenden kündigten in ihrem Brief an, sich mit Ausdauer und Überzeugung gegen Ausgrenzung und für eine weltoffene Stadt zu engagieren.

 

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