„Halles grüner Norden“ protestiert gegen Wiegands Gewerbepläne. Protestspaziergang kommenden Samstag

2. April 2019 | Politik | 57 Kommentare
Halles OB Dr. Wiegand und der ausgeschiedene Geschäftsführer der Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis, Dieter Götte, hatten im Rahmen von „Zukunftswerkstätten Frohe Zukunft“, zuletzt im November 2018, ein geplantes 175 ha großes Gewerbegebiet und die s.g. Nordtangente vorgestellt und verteidigt.
Die Bewohner der Stadtteile Seeben, Gottfried-Keller-Siedlung, Frohe Zukunft, Tornau, Mötzlich aber auch der Saalekreisgemeinden Zöberitz, Oppin und Sennewitz sorgen sich um ihrem Lebensraum, sagen Sprecher der Initiative „Halles grüner Norden“. Weder Anwohner noch ansässige Vereine und sachkundige Personen seien vorab informiert bzw. befragt worden. Bürgerinnen und Bürger der benannten Stadtteile haben sich daraufhin zusammen mit ansässigen Vereinen, Bauern und fachkompetenten Personen zusammengefunden und organisiert.
Einziges Ziel ist es, das Wohnumfeld zu erhalten und dieses 250 Fußballfelder große Gebiet weiterhin der Naherholung und Nahrungsmittelgewinnung zu überlassen. Die propagandierten und prognostizierten Erträge für die Stadt seien kaum kaum belastbar, eine Wirtschaftlichkeit nicht nicht vermittelbar.
Protestspaziergang gelant
Am 06.04.2019 ab 15.00 Uhr, Treffpunkt Funkturm am Franzosensteinweg, ruft die Initiative zuu einem Protestspaziergang auf. zugesagt haben auch Ornithologen, Angler, Jäger, Landwirte und Biologen, was eine informative und interessante Bereicherung dieses Nachmittages versprechen soll..
Da es sich u.a. auch um ein wertvolles und frequentiertes Naherholungsgebiet im Norden der Stadt Halle handelt, sind Vertreter der Kommunalpolitik, alle interessierten Hallenserinnen und Hallenser sowie Menschen der umliegenden Gemeinden zu diesem Frühlingsspaziergang eingeladen. Die Idee stammt aus dem ersten gemeinsamen Treffen der Bewohner der „Randstadtteile“ mit den Vertretern der Stadtratsfraktionen am 14.11.2018 in der Mötzlicher Kirche.
Im Anschluss an den Naturgenuss können die gewonnen Gedanken und Eindrücke bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen ausgetauscht werden.
Noch vor der Kommunalwahl ist eine weitere Zusammenkunft in der Mötzlicher Kirche geplant.

 

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Dieses Thema enthält 57 Antworten und 16 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  redhall vor 1 Monat, 1 Woche.

Ansicht von 25 Beiträgen - 1 bis 25 (von insgesamt 58)
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  • #341973

    Halles OB Dr. Wiegand und der ausgeschiedene Geschäftsführer der Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft Halle-Saalkreis, Dieter Götte, hatten im Ra
    [Der komplette Artikel: „Halles grüner Norden“ protestiert gegen Wiegands Gewerbepläne. Protestspaziergang kommenden Samstag]

    #341974

    Na klar, alles ablehnen, was Halles Einnahmen vergrößert, aber weiter hier arbeiten gehen.
    Typisch Saalkreis eben.

    OK. Dann wird halt der Speckgürtel eingemeindet.

    Und schon zählt Halle nicht mehr zu den ärmsten Großstädten Deutschlands, wie wieder mal die neueste Statistik zeigt.
    Das Hallespektrum wird demnächst wieder eine große Schlagzeile draus machen. So lautet der Auftrag aus Magdeburg für den Vorsitzenden Magdeburgfreund hei-wu.

    #341975

    Klar, wir machen alles platt für Billiglöhner.

    #341976

    Klar sind deine Plattitüden billig.

    Lieber Ackerbau und Viehzucht in der Stadt gleich neben Autobahn und Tangente, als Gewerbe.
    Aber ständig über mangelnde Einnahmen meckern, das kannst du gut.

    #341977

    Billiglöhner waren Schröders Allheilmittel!
    was sagt den die Regionalplanung?

    #341978

    Ein kompetenter wirtschaftlicher Weitblick verbietet eine weitere sinnlose Erschließung und Betonierung wichtiger landwirtschaftlicher Flächen. Allein der s.g. StarPark, der bekanntlich für BMW bereitgestellt wurde, ist kaufmännisch betrachtet ein defiziäres Verlustgeschäft. Es gibt genügend Flächen in Halle, insbesondere brachliegende Industrieruinen, die einer vernünftigen innovativen Nutzung zugeführt werden sollten, um Arbeitsplätze im mittleren Lohnsegment zu schaffen und uns eben solche Anblicke vermeiden. Damit sind nicht weitere Logistikunternehmer mit Stammsitz außerhalb von Halle gemeint…

    #341979

    Halle muss durch Eingemeindungen mehr wachsen.
    Dann hört diese bescheuerte innerhalb der Stadtgrenzenwachtumspolitik auf. Dazu gehört letztendlich auch eine geänderte Landespolitik die den Schwarmstädten mehr Raum zum Wachtum schafft.
    Das Umland von Halle lebt überproportional von Halle: medizinische Versorgung, Kulturangebote uvm. Das bedeutet durch finanzielle „Umlenkungen“ zu gunsten der Städte muss den anliegenden Gemeinden die „Motivation“ gestärkt werden zu Halle zu fusionieren.

    #341980

    Nichteingemeindung für Halle ist aber ein zentrales Instrument magdeburger Politik, gegen Halle zu arbeiten.

    Für den Ballungsraum L/HAL ist der magdeburger Horizont viel zu klein. Das ist der Fehler an der Hauptstadt Magdeburg. Niemand hat was gegen eine Hauptstadt Magdeburg, nur ist Magdeburg dazu nicht fähig.
    Angst und Komplexe stehen einer vernünftigen Politik im Weg. Raumordnung/Eingemeindung ist da nur ein Aspekt unter vielen.

    #341992

    So groß waren die Einnahmen aus dem Starpark bisher ja nicht.
    Rechnet man die Millionensubventionen des Landes dagegen, wird sich das fiskalisch noch ein paar Jahrzehnte nicht rechnen.

    #342013

    Aber jetzt kommt doch Porsche angesaust. Da geht es ab.
    Ansonsten unterstütze ich die Initiative.

    #342022

    @Hans im Dunst

    Rechnet man die Landessubventionen für Magdeburg gegen, rechnet es sich auf die nächsten 150 Jahre nicht.
    Ganz zu schweigen vom Schaden nichtgetätigter Investitionen im Landessüden, die zugunsten MD’s nicht getätigt wurden.

    #342026

    Welchen Umfang haben denn die nicht getätigten Investitionen?

    #342029

    Unermesslichen. Merkt doch jeder, auch ohne Zahlen.

    #342031

    Klar, wir machen alles platt für Billiglöhner.

    Da musst du dich aber noch häufig bei der Bild prostituieren um alleine die mindestens 100 „Billiglöhner“ auszugleichen. Für ein bissel Brachland kannst du das Opfer ja ruhig bringen.

    Unser Vorzeigegenoße.

    #342032

    So groß waren die Einnahmen aus dem Starpark bisher ja nicht.
    Rechnet man die Millionensubventionen des Landes dagegen, wird sich das fiskalisch noch ein paar Jahrzehnte nicht rechnen.

    Kommt darauf an. 1200 Mitarbeiter in Lohn und Brot sollten sich lohnen. Muss man ggf seinen Horizont etwas erweitern.

    #342033

    Welche Industrieruinen und -brachen, die sich auch noch in Stadtbesitz befinden, meint der Herr Mewes bloß? Und sind sie nach den derzeitigen Plangesetzlichkeiten überhaupt mit Industrieansiedlungen bebaubar?

    #342041

    Da musst du dich aber noch häufig bei der Bild prostituieren um alleine die mindestens 100 „Billiglöhner“ auszugleichen. Für ein bissel Brachland kannst du das Opfer ja ruhig bringen.

    Unser Vorzeigegenoße.

    Admins: Wehe, jemand von Euch löscht das. Unbedingt stehen lassen!

    #342076

    Nix Idee, das Geld was da reingepumpt wurde, das hätte man den Arbeitnehmern auch direkt überweisen können. Das hätte das Land noch gespart.

    #342081

    Hansi, Cata und Hei-wu – der trollige Magdeburgverein im ‚Halle’spektrum.
    Wer glaubt ihr, glaubt euch noch?

    Hansi fragte doch: „Welchen Umfang haben denn die nicht getätigten Investitionen?“

    „Unermesslich“ antwortet cata und hat damit endlich mal recht.

    #342116

    Nix Idee, das Geld was da reingepumpt wurde, das hätte man den Arbeitnehmern auch direkt überweisen können. Das hätte das Land noch gespart.

    Hast du gesammelte Zahlen?

    Nehmen wir mal die aktuelle Ansiedlung, das Land fördert hier mit 7.500.000€, klingt natürlich nach viel. Zahle ich diese Summe an die mindestens(!) 100 Mitarbeiter aus, dann sind es 75.000€. Wenn die 100 Leute alle nur Mindestlohn bekommen würden (im Star Park zahlen (fast) alle Firmen über Mindestlohn und es werden nicht 100 Leute „am Fließband stehen“), dann würde die Summe für gute 4 Jahre reichen. Also schon nach 5 Jahren wären wir dicke im Plus, was diese Aussage angeht.

    Selbst wenn im Kaufvertrag nur der symbolische Euro steht und man die Option auf weitere 35 Hektar nie in Anspruch nimmt, wird sich diese Investition kurzfristig lohnen. Natürlich bleibt das Restrisiko, dass ein Hersteller wie Porsche in weniger als 4 Jahren krachen geht. Aber dann hat die Region andere Probleme.

    Zu diesem finanzielle Selbstläufer kommen noch Investitionen von 100 Millionen Euro in diesen Standort. Ich packe mal meine Glaskugel aus und sage, ein Teil wird in der Region hängen bleiben. Mich würde nicht wundern wenn der große Gelbe dort zumindest Teilweise die Ausführung übernimmt. Wenn du richtig Lust auf rechnen hast, kannst du noch die potentiellen Sozialleistungen ausrechnen, die sich wohl Halle spart wenn 0-100 Hallenser einen Job finden.

    Admins: Wehe, jemand von Euch löscht das. Unbedingt stehen lassen!

    Ich würde hier wirklich lieber mehr über deine Chilizucht als über deine illusteren politischen Ansichten lesen.

    #342122

    Vergiss es.

    #342158

    Das Land hat die Erschließung des Starpark mit ca. 100 Mio € gefördert. Dazu kommen die Ansiedlungsförderungen für einzelne Betriebe.

    #342161

    @hansi

    Wer glaubst du hat den „BMW-Park“ in Leipzig gefördert?
    Solche Gewerbegebiete kosten. Deshalb entstehen sie ja an wichtigen infrastruktuellen Punkten, aber es bringt eben auch was.

    Wer fördert dich eigentlich so verzweifelt?

    #342162

    Die würden auch ohne Förderung an „infrastukturellen Punkten“ entstehen.
    Es hat sich eine Kultur entwickelt, in der sich Gemeinden und Länder den Firmen anbiedern und denen Geld in den Arsch schieben, was die sich gerne gefallen lassen. Hast du richtig erkannt, für BMW und ein paar ähnliche Ankündigungen wurde gleich an mehreren Stellen Geld versenkt. Kleine Firmen, die das Spiel nicht mitspielen, haben den den Wettbewerbsnachteil.
    Oder die Menschen begehren gegen diese Subventionsgeschenke auf, wie jüngst in New York, welches Amazon mit 1,5 Mrd. Dollar ködern wollte.

    #342163

    Da kann ich Dir,@Hans, recht geben. Volkswirtschaftlich führt dieser kommunale und regionale Subventionswettbewerb zu einem Verlustgeschäft. Auch wenn sich Lokalpolitiker über die Blechpresse im Starpark freuen mögen: im Ergebnis ist es so, dass die gepressten Bleche 30 Kilometer nach Leipzig gerollt werden müssen, um dann an die Autos geschraubt werden zu können. Man darf unsere Logistikexperten da schon mal ganz naiv fragen, was das soll. Zumal die Wertschöpfing bei der Umformung von Blechen zu Karosserieteilen einen äußerst geringen Anteil am Gesamtprodukt „Auto“ darstellen dürfte, und man bei diesem Prozess eher von „Lowtech“ reden muss.

    Übrigens: Automobil-„Hightech“ findet auch in Sachsen-Anhalt statt. Viele Automobilzulieferer, beispielsweise Fertiger von Motoren der Spitzenklasse, gibt es im Nordwesten Sachsen-Anhalts. Betreut werden diese Firmen von den ingenieurwissenschaftlichen Instituten der Uni Magdeburg. An der Uni Halle sind diese Studiengänge abgeschafft.

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