Halles Grüne für besseren Baumschutz

21. Oktober 2014 | Politik | 1 Kommentar

Nachdem die städtische Baumschutzkommission am Dienstag erklärte, ihre Beschlüsse sollten von der Stadtverwaltung ernster genommen werden, bekommt das Gremium Unterstützung von der Stadtratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen.

Jeder Baum in Halle trage zu einem besseren städtischen Klima bei, erklärt die Fraktion, deshalb müssten diese noch besser geschützt, gepflegt und erhalten werden. Dafür und für notwendige Ersatzpflanzungen bedürfe es ausreichender finanzieller Mittel.

„Die geltende Baumschutzsatzung ist eine gute, aber noch keine optimale Grundlage für die Erhaltung von Bäumen im Stadtgebiet“, meint der Stadtvorsitzende Sebastian Kranich. Wünschenswert wäre es, bei Fällung nichtgeschützter Bäume Ersatz mit einer geschützten Baumart zu schaffen. „Vor allem aber gilt es, die Satzung für den Schutz und die Erhaltung der Bäume konsequent anzuwenden.“ Die Stadtvorsitzende Julia Burghardt ergänzt: „Fällungen städtischer Bäume müssen auf das Unvermeidbare beschränkt werden. Sie müssen in der Öffentlichkeit transparent gemacht werden und nachvollziehbar sein. Über Entscheidungen der Baumschutzkommission sind die Bürgerinnen und Bürger schneller und umfangreicher zu informieren.“ Bei Baumaßnahmen solle noch stärker nach Alternativen zur Fällung gesucht werden, so die Stadtvorsitzende weiter.

Im vergangenen Jahr wurden 810 Bäume gefällt. Mangelhaft sieht es noch mit der Neupflanzung aus. So wurden zwar von der Naturschutzbehörde 957 Ersatzbäume gefordert. Jedoch wurden durch die Stadt nur 98 Ersatzbäume gepflanzt.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN betonen zudem die Notwendigkeit einer effektiven, vorbeugenden Baumpflege. Denn ohne Pflege entwickeln sich Krankheiten und Schäden oft erst so weit, dass am Ende nur die Fällung zur Gefahrenabwehr verbleibt. Bei Neuanpflanzungen ist es wichtig, Standort und mikroklimatische Anforderungen der vorgesehenen Baumsorte sorgfältig zu prüfen, um Folgeprobleme zu vermeiden.

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