Hallenser will Sachsen-Anhalts FDP-Chef werden

24. September 2014 | Politik | 4 Kommentare

Nach Cornelia Pieper könnte auch der neue FDP-Chef wieder aus Halle kommen. Frank Sitta wird sich um den Landesvorsitz der FDP Sachsen-Anhalt bewerben. Rückenhalt erhält er dabei aus seinem Kreisverband, dessen Vorstand die Unterstützung der Kandidatur im Rahmen seiner Sitzung am 22. September ohne Gegenstimmen beschlossen hat.

Trotz langjähriger Mitgliedschaft war es bisher sehr ruhig um Sitta innerhalb der FDP. Dies führt zwangsläufig dazu, dass er vergleichsweise unbekannt ist. Dieser Umstand stellt nach Ansicht der halleschen FDP jedoch einen entscheidenden Vorteil für die Kandidatur dar. Sitta sei völlig neutral in den innerparteilichen Auseinandersetzungen um vergangene Kandidaturen, Wahlverlierer, Rücktritte oder auch die Spannungen zwischen den nördlichen und den südlichen Kreisverbänden.

Sitta selbst ist bereit, die Herausforderung anzunehmen: „Ich kann mir eine politische Landschaft ohne eine Vertretung für Menschen, die etwas bewegen wollen und um Chancen zum sozialen Aufstieg für jedermann kämpfen, nicht vorstellen. Dazu müssen sich Liberale wie ich auf den Weg machen und alles dafür tun, damit die FDP als einzige Interessenvertretung für diese Menschen nicht verloren geht. Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Als Landesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren ist Frank Sitta bestens vernetzt, insbesondere außerhalb der FDP. Politik spielt in seinem beruflichen Umfeld als Kongressveranstalter ständig eine große Rolle. Im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements beschäftigt sich Sitta insbesondere mit Fragen zu Bildungssystemen, die bestmögliche Chancen für alle sozialen Schichten ermöglichen und mit erforderlichen Strukturen zur Senkung der Hürden für Unternehmensgründer. „Als Persönlichkeit ist er hervorragend geeignet.“, so Katja Raab, die hallesche Kreisvorsitzende. „Er ist ein charismatischer Typ mit soliden liberalen Grundsätzen, redegewandt und er symbolisiert als junger Unternehmer genau den Teil der Bevölkerung, der zur Kernzielgruppe der FDP gehört: Menschen, die etwas aus eigener Kraft schaffen wollen und die Chancen, die man ihnen gibt, zu nutzen wissen. Jetzt gilt es dafür zu sorgen, dass ihn die Mitglieder kennenlernen“

Im April 2015 wird ein neuer Landesvorsitz der FDP-Sachsen-Anhalt gewählt. Dieser soll gleichzeitig die Spitzenkandidatur zur Landtagswahl 2016 erreichen.

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