Halle erinnert an Befreiung des KZ Auschwitz

24. Januar 2013 | Politik | Keine Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) erinnert am kommenden Sonntag, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee, an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.

Dazu wird es in der Gedenkstätte Roter Ochse um 10.30 Uhr eine Kranzniederlegung am Gedenkstein für die im Zuchthaus Halle während des 2. Weltkrieges hingerichteten Opfer der NS-Justiz geben. 549 Hinrichtungen fanden hier in der Nazi-Diktatur statt.

Um 11.00 Uhr beginnt in der Anstaltskirche der Justizvollzugsanstalt eine Veranstaltung der Gedenkstätte „Roter Ochse“ und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt e. V., an der auch OB Dr. Wiegand teilnimmt. Schülerinnen und Schüler des Christian-Wolff-Gymnasiums stellen ihre Forschungsergebnisse zum Schicksal von Opfern des Nationalsozialismus vor. Mit einem Programm des Theatrum Schloss Hohenerxleben endet diese Veranstaltung.

Am 23. November 1942 um 18:30 Uhr ließ die nationalsozialistische Justiz zum ersten Mal im „Roten Ochsen“ ein Todesurteil vollstrecken. Gefangene des Zuchthauses hatten die Richtstätte bauen müssen; Inhaftierte der Strafanstalt Tegel stellten die Guillotine her. Die Mehrzahl der in Halle Getöteten verurteilte das NS-Regime aus politischen Gründen. Viele fanden jedoch deswegen unter dem Fallbeil den Tod, weil sie flüchtigen Kriegsgefangenen geholfen oder ein paar Lebensmittel gestohlen hatten. Wenige Tage vor Kriegsende, am 10. April 1945, ging der Scharfrichter in Halle zum letzten Mal seiner Tätigkeit nach.

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