EnDgAmE: Protest-Samstag in Halle

19. Februar 2015 | Politik | 11 Kommentare

Der Samstag steht in Halle (Saale) diesmal im Zeichen des Protests. Die Gruppierung „Engagierte Demokraten gegen die Amerikanisierung Europas“ (EnDgAmE) will um 14 Uhr am Marktplatz aufziehen.

„Wir wollen Frieden in Europa und kritisieren den imperialistischen Einfluss der Großmächte, insbesondere der USA, welche die Ukraine für ihre Zwecke zerreißen und Menschenleben opfern“, erklären die Organisatoren. Man sei gegen die Amerikanisierung Europas, gegen Folter, Drohnenmorde, Totalüberwachung, US-Vorherrschaft und US-Propaganda. Weiterhin fordern die Organisatoren unter anderem ein souveränes und neutrales Deutschland, Friedensvertäge und Abzug der Besatzer, eine echte Verfassung, die sofortige Aufhebung der Russlandsanktionen, den Rücktritt sämtlicher korrupter und lobbygesteuerter Politiker und Journalisten, den sofortigen Austritt der BRD aus der NATO. Zudem wenden sie sich gegen die Freihandelsabkommen wie TTIP, TISA, CETA. Als Redner wird unter anderem Konstantin Stößel angekündigt, der bereits eine derartige Demo in Erfurt durchgeführt hat und dort auch die Montagsmahnwachen organisiert. Auch die Band „Bandbreite“ wird angekündigt. Auch mehrere Redner der halleschen Montagsdemo wollen auftreten.

Gegenproteste sind bereits vom Bündnis „Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage“ angekündigt. Von dort heißt es, die Organisatoren „lassen an ihrer rechten Gesinnung keinen Zweifel“. Weiter erklärt das Bündnis, „Auch wenn es sich bei der geplanten Kundgebung und Demonstration von „EnDgAmE“ am 21.2. auf dem Marktplatz in Halle um keine „klassische“ Nazidemo handelt, gibt es genügend Gründe sich den Verschwörungstheoretiker_innen und deren Schulterschluss mit rechten und neonazistischen Ideolog_innen entgegenzustellen.“

Auch die EnDgAmE-Organisatoren haben davon Wind bekommen und erklären zu dem angekündigten Erscheinen des Bündnisses, zu dem unter anderem Linke, Grüne, SPD und ver.di gehören: „Wir hoffen, dass sie gemeinsam mit uns für Völkerverständigung, Frieden und gegen Faschismus demonstrieren werden. Sollten sie uns stören, demaskieren sie sich als Kriegsunterstützer (wie bereits beim Kosovo-Krieg unter Beweis gestellt), als Demokratiegegner und Faschismusbefürwörter.“

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