Die Linke nominiert Wulf Gallert einstimmig zum Ministerpräsidenten-Kandidaten

18. April 2015 | Politik | 3 Kommentare

Im kommenden Jahr wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Ähnlich wie in Thüringen will „Die Linke“ dann auch hier den Ministerpräsidenten stellen. Der Landesparteitag in Dessau-Roßlau hat am Samstag Wulf Gallert zum Ministerpräsidentenkandidaten für die Landtagswahl 2016 nominiert. Alle 127 Delegierten votierten in offener Abstimmung für den Vorschlag des Landesvorstandes.

In seiner Vorstellungsrede betonte Wulf Gallert die Chancen und Möglichkeiten für das Land und die Notwendigkeit eines Regierungswechsel: “Wir können hier in Sachsen-Anhalt einen Anziehungspunkt für viele Menschen gestalten. Wir können eine innovative Wirtschaft entwickeln, die durch Kreativität und gute Arbeit gekennzeichnet ist. Wir können soziale Gerechtigkeit in dem Maße herstellen, wie wir den Mut zur Umsetzung haben und sich die Rahmenbedingungen in der Bundesrepublik, in Europa und weltweit gestalten. Wir können hier in Sachsen-Anhalt Vorreiter einer inklusiven Gesellschaft werden, mit einem sozial gerechten und qualitativ beispielhaften Bildungssystem. Wir können dieses Land Sachsen-Anhalt zu einem sicheren Land machen, mit sozialer Sicherheit genauso wie mit öffentlicher Sicherheit, zu einem Land, in dem niemand Angst haben muss, weder davor, durch das soziale Netz zu fallen, noch in irgendeiner Art und Weise bedroht zu werden.“

„Wulf Gallert ist ein kluger Mann und scharfzüngiger Redner, der die tiefen inneren Konflikte in seiner Partei überdeckt“, meint der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt und stellvertretende Landesvorsitzende, André Schröder. „Letztlich steht seine Politik jedoch auch im dritten Anlauf für unsolide Finanzen, neue Belastungen für die Wirtschaft und ein Wolkenkuckucksheim bei Bildung und Personal. Damit ist er ein Kandidat für den Abstieg unseres Landes. Das die Linke im Land eine Wechselstimmung konstruieren will, hatte sich schon zur Kommunalwahl als falsch kalkulierter Zweckoptimismus erwiesen. Sein Machtinstinkt zwingt den Spitzenkandidaten inzwischen zu immer stärkeren Umarmungen der SPD, die sich so als politisches Stalking-Opfer fühlen könnte.“

Die CDU hat bereits Reiner Haseloff nominiert, die SPD Katrin Budde.

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