CDU Sachsen-Anhalt will Familiennachzug von Flüchtlingen für 2 Jahre aussetzen

14. Januar 2016 | Politik | 2 Kommentare

Anerkannte Asylbewerber können ihre Familien nachholen. Doch damit soll Schluss sein, fordert der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, André Schröder, und hofft damit sicherlich auch auf Pluspunkte im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl. Er hat sich am Donnerstag einen aktuellen Eindruck von der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) verschafft.

„Die CDU-Landtagsfraktion steht seit Monaten im Umgang mit der Flüchtlingspolitik für mehr Realitätssinn und Augenmaß. Unserer Ansicht nach wird Deutschland mit den Flüchtlingszahlen des vergangenen Jahres in diesem Jahr politisch und kulturell überfordert sein“, so Schröder.

Dringend notwendig sei laut Schröder die Auseinandersetzung mit dem Thema Familiennachzug. „Würde die bisherige Anerkennungspraxis fortgesetzt werden, ginge es möglicherweise um einen Familiennachzug von vielen Hunderttausend Menschen. Um die schutzbedürftigen Flüchtlinge auch künftig aufnehmen zu können, muss der Familiennachzug begrenzt werden“, macht Schröder deutlich. Er schlägt eine Aussetzung von zwei Jahren vor.

Gleichzeitig begrüßt die Fraktion die Absicht, in der ZASt Halberstadt die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) aufzustocken, um die Verfahren weiter zu beschleunigen.

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