CDU-Parteitag in Halle: „Palastrevolution“ gescheitert. Andreas Scholtysek führt die CDU in den Kommunalwahlkampf

10. November 2018 | Politik | 40 Kommentare

In der Gaststätte „zum Mohren“ fand heute die Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl statt. Der Versammlung waren heftige Zwistigkeiten unter den CDU-Mitgliedern vorangegangen. Im Ortsverband Halle-Ost, einem der sechs halleschen CDU-Stadtgliederungen, hatte sich um die Parteifreunde Roland Hildebrand und Ehepaar Johannes und Andrea Menke Widerstand gegen den Fraktionsvorsitzenden Andreas Scholtysek formiert. Andrea Menke sollte – anstatt Scholtysek – auf Listenplatz 1 gehoben werden. Dies misslang. Mit einem klaren Ergebnis von 75:32 Stimmen konnte sich Scholtysek durchsetzen. Andrea Menke hatte bereits vorab erklärt, entweder Platz eins haben zu wollen, oder die Wahl nicht anzunehmen. Eigentlich unverständlich, denn auch Platz drei dürfte in der CDU bei der Kommunalwahl ein sicherer Listenplatz sein. Hildebrandt und die Eheleute Menke werden dem rechtskonservativen Flügel der CDU Halles zugeordnet – aber selbst innerhalb dessen  gelten sie aufgrund persönlicher Animositäten als umstritten. Auch das könnte das deutliche Wahlergebnis für Andreas Scholtysek erklären.

Für Stimmung sorgte der ehemalige Baudezernent Wolfgang Heinrich. Aufgrund der  verbalen Angriffe unter den Parteifreunden drohte er, die Partei zu verlassen.

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  • #329651

    Wenn für 5 Wahlbereiche ca.30-40 Kandidaten aufzustellen sind, diese sich alle vorstellen können, einzeln in geheimer Wahl zu wählen sind und es auch noch Kampfabstimmungen gibt, bleibt wenig Zeit für inhaltliche Diskussionen. Und wenn es dann noch Satzungsfragen gibt, ob 25 oder 32,50 Euro/Monat von den Aufwandsentschädigungen der Mandatsträger zu zahlen sind und ob es überhaupt rechtens ist, von den Aufwandsentschädigungen zwangsweise Geld an die Partei abzuführen, dann noch die innerparteiliche Demokratie angezweifelt wird, weil Frau Menke nicht auf Platz 1 gesetzt wird – dann können auch Nichtanwesende verstehen, dass über die Bildungspolitik nicht diskutiert werden konnte.

    #329658

    Da klingt danach, als ob die CDU eine basisdemokratische Partei geworden ist. Willkommen bei der grünen CDU, Wolli! 🙂

    #329680

    SfK, deine Vorstellungen über Parteien rühren noch von der SED her.

    #329681

    Das ist die Höhe, dass ausgerechnet dieCDU in einer Gaststätte tagt,
    die mit ihrem Namen Menschen mit dunkler Hautfarbe….

    #329682

    Das war schon immer so, SfK, aber soweit, dass auch bei Wortmeldungen Frauen und Männer nur im Wechsel wie bei den Grünen ans Mikrofon dürfen, ist es noch nicht.

    #329684

    aber soweit, dass auch bei Wortmeldungen Frauen und Männer nur im Wechsel wie bei den Grünen ans Mikrofon dürfen,

    Stell dir vor, bei den Grünen dürfen sogar keine Männer mehr ans Mikro, wenn keine Frau sich mehr meldet. Da sind die Grünen knallhart in der Frauenförderung…
    Besondere Ausnahmen nach Abstimmung durch die Versammlung sind aber möglich, soweit es kein Frauen-Veto gibt…

    #329727

    @Farbi: Eine Satzung ist kein Parteiprogramm. Da verwechselst Du was.

    #329767

    Ist mir alles sowas von Banane, und wenn die den Schimpansen Tschita aufgestellt hätten. No-go-Parteien

    #329807

    Menke ist doch der Auffasung, dass viele anwesende Parteimitglieder wegen ungenügender Parteibeiträge gar nicht abstimmungsberechtigt sind.
    Warum hat denn dann seine Frau kandidiert, wo doch die das Ergebnis der Abstimmung nicht gültig sein kann?
    Offenbar wollte er das Ergebnis der Abstimmung erst abwarten, ehe er zu einer Klage schreitet.
    Jetzt sollte er erstmal seine Steuererklärung beim Kreisvorstand der CDU vorlegen, damit geprüft werden kann, ob er selbst den satzungsgemäßen Parteibeitrag bezahlt und überhaupt abstimmungsberechtigt war.

    #329828

    Andere scheinen wiederum den ideologischen Anschluss an die AfD vorzubereiten:
    https://www.n-tv.de/politik/Junge-Union-singt-Wehrmachtslied-article20720496.html

    #329852

    Schlimm, schlimm, Lili Marleen war bei der Wehrmacht noch beliebter und das habe ich auch schon gesungen, und die SPD erst, die singt sogar das Lied „Wann wir schreiten Seit an Seit…“ aus dem SS-Liederbuch.

    #329862

    Der Text des Liedes wurde erstmals 1914 in der Juni-Ausgabe der „Arbeitenden Jugend“, der Jugendbeilage der sozialdemokratischen Zeitung „Hamburger Echo“, abgedruckt. Da hat der gescheiterte Adolf noch Postkarten gemalt.

    #329864

    Es ist ein schönes Lied, egal wer es singt.

    #329903

    Die Nazis haben die Volkslieder in die Lieder der wandervogelbewegung übernommen und wer weiß heute schon noch, was die Wehrmacht gerne gesungen hat. Wenn es keine Lieder sind, die während der nazizeitentstanden sind und den Führer und seine Ideologie verherrlichen, sollten wir sie singen und nicht den Nazis überlassen.

    #329906

    Hier hat der Löschzug aber wieder volle Fahrt aufgenommen. Dabei wollte uns hei-wu doch die Unterschiede zwischen guten und schlechten Liedern aus dem SS-Liederbuch erklären. Haben die Jusos nur die besseren Sänger oder macht es alleine das Parteibuch?

    #329926

    Wir sollten alle zur Palastrevolution des CDU-Ortsverbandes Ost zurückkommen.

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