CDU: Kein Feiertag für unsere Frauen!

8. März 2019 | Politik | 29 Kommentare

Der Landesvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt hat sich darauf verständigt, sich dafür einzusetzen, dass in Sachsen-Anhalt der 8. März anlässlich des Internationalen Frauentags zum gesetzlichen Feiertag erhoben werden soll, wir berichteten.

Die CDU, Koalitionspartner im Kenia-Bündnis, antwortet sofort. Natürlich darf hier nicht die eigene Frauen-Union etwas sagen, sondern ein Mann drängelt sich in einem Frauenanliegen vor. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas, lehnt einen weiteren Feiertag ab. Er widerspricht damit grundsätzlich dem Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen, den 8. März zum arbeitsfreien Tag erklären zu wollen.

Wir sind reformiert und haben Heilige Könige! Genug zu feiern!

Sachsen-Anhalt habe mit dem Reformationstag und dem Tag der Heiligen Drei Könige bereits zwei zusätzliche kirchliche Feiertage. Ein weiterer arbeitsfreier Tag könne nur dann kommen, wenn er aufkommensneutral sei – sprich durch die Arbeitnehmer selbst getragen werde.

Arbeitet, bevor ihr feiert!

Kein Feiertag für die Frauen. Was sagt die Frauen Union dazu? Foto: Frauen Union

„Ein zusätzlicher, allein durch die Arbeitgeber zu tragender, arbeitsfreier Tag steht nicht in der Koalitionsvereinbarung, also wird es ihn mit der CDU-Fraktion nicht geben. Man darf nicht außer Acht lassen, dass ein zusätzlicher Feiertag Betrieben viele Millionen kostet. Darüber hinaus stärkt ein Feiertag nicht die Gleichberechtigung, für die dieser Tag ja steht“, so Thomas.

Hintergrund:

Zum geschichtlichen Hintergrund des Internationalen Frauentags hat die Stadt Halle einige interessante Informationen zusammengestellt.

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Dieses Thema enthält 29 Antworten und 17 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  nix idee vor 6 Monate, 3 Wochen.

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  • #341499

    Ab 1970 konnten ihn alle vollbeschäftigten Frauen und alleinstehende Männer in Anspruch nehmen.

    Mit anderen Worten: wenn Frau und Mann vollbeschäftigt waren, musste die Frau den Hausarbeitstag nehmen.

    #341509

    Hei-wu, konnte. Sie konnte den nehmen. Meine Grundschullehrerin hat davon vielleicht 2 bis 3 pro Jahr genommen. Es war ein zusätzliches Angebot um unter der Woche Dinge zu erledigen, die irgendwie nicht anders gingen. Da müssen die älteren Herrschaften mal erzählen, wie weit davon Gebrauch gemacht wurde bzw. wie das im Kollektiv gesehen wurde.
    Andersherum musste, und hier wirklich musste, die westdeutsche Ehefrau zu dieser Zeit noch ihren Mann fragen, wenn sie arbeiten gehen wollte. Wenn du uns mit Gleichberechtigung kommen willst, dann bitte richtig.
    1972 hat die DEFA einen Klassiker zu diesem Thema herausgebracht, der recht gut überzeichnet, dass der Mann, der sich um den Haushalt kümmert bzw. dazu vom Wissen her überhaupt in der Lage ist, 1972, egal wo, noch eher eine Minderheit war.

    #341510

    dass der Mann, der sich um den Haushalt kümmert bzw. dazu vom Wissen her überhaupt in der Lage ist, 1972, egal wo, noch eher eine Minderheit war.

    Und ich wage zu behaupten, dass er auch heute nicht die Mehrheit ist.

    #341511

    #341517

    „Und die Herren, welche die Demokratie erfunden, erkämpft und verteidigt haben?“

    Hhm, wie herrlich daneben dein Whataboutism zu diesem Thema.
    Die Herren, welche die Demokratie erfunden haben, haben die Frauen erst mal außen vor gelassen haben. Erkämpfen mussten sie die Demokratie übrigens nicht.
    Über das Verteidigen dessen … wie gesagt, herrlich daneben.

    Das ist whataboutismus? Es ist exakt das Thema.

    Gerade auf dem Gebiet der letzten Diktatur auf deutschem Boden sollte man wissen, dass man sich diese Demokratie durchaus auch in der nahen Vergangenheit erkämpfen musste. Generell sah es in Kriegen immer schlecht aus mit der Frauenquote.

    Wobei es durchaus Vorteile haben kann:
    https://www.stern.de/digital/technik/fregatten-untergang—besatzung-verwechselte-tanker-mit-dem-festland-8477484.html

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