Bergner, Sitte, Diaby: drei hallesche Bundestagsabgeordnete

23. September 2013 | Politik | 2 Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) ist im neuen Bundestag weiterhin mit drei Abgeordneten vertreten.

Für die CDU sitzt Dr. Christoph Bergner im Parlament, er hatte das Direktmandat geholt. Seit 2002 ist der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt bereits im Bundestag vertreten, wurde bisher aber immer nur über die Landesliste gewählt. Derzeit ist Bergner Staatssekretär im Bundesinnenministerium und Ostbeauftragter der Bundesregierung. Der gebürtige Zwickauer lebt bereits seit vielen Jahren in Halle und ist studierter Hochschulagraringenieur. Von 1990 bis 2002 saß er im Landtag von Sachsen-Anhalt.

Dr. Petra Sitte (Linke) behält ebenfalls ihr Bundestagsmandat, auch wenn sie diesmal das Direktmandat nicht holen konnte. Über Platz 1 der Landesliste schaffte sie trotzdem den Sprung ins Parlament. Sitte ist in Dresden geboren. Von 1979 an absolvierte sie ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, seit 1983 ist sie Diplom-Volkswirtin. Zu DDR-Zeiten war sie zweiter Sekretär der FDJ-Kreisleitung. Zwischen Mai und Dezember 1990 saß sie im halleschen Stadtrat, seit 2004 erneut. Sie saß zwischen 1990 und 2005 im Landtag von Sachsen-Anhalt, seit 2005 ist sie im Bundestag.

Erstmals nach vier Jahren ist die hallesche SPD wieder im Bundestag. Dr. Karamba Diaby schafft den Sprung über Platz 3 der Landesliste ins Parlament. Er ist damit der erste Bundestagsabgeordnete mit afrikanischen Wurzeln. Diaby ist 1961 im Senegal geboren. Er kam 1986 in die DDR, machte hier ein Chemiestudium. Seit 2009 ist er ehrenamtlicher Stadtrat in Halle. Derzeit arbeitet er als Referent im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.

Die FDP und Cornelia Pieper sind dagegen nicht mehr dabei. Die Liberalen verpassten bundesweit den Einzug in den Bundestag. Damit verliert Halle allerdings auch eine Stimme in der Bundesregierung, denn Pieper war bislang Staatsministerin im Auswärtigen Amt.

Übrigens hat in Berlin auch Hans-Christian Ströbele für die Grünen das Direktmandat geholt. Ströbele ist gebürtiger Hallenser, hat allerdings heute mit der Saalestadt nichts mehr am Hut.

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