AfD-Vorstand mit rechter Rhetorik auf der Montagsdemo

15. Mai 2014 | Politik | 4 Kommentare

Rechtsextrem zu sein, das weißt die „Alternative für Deutschland“ zurück. Doch Helma Hampel vom Vorstand des AfD-Kreisverbandes Halle-Saalekreis (Quelle: offizielle Partei-Homepage) ließ bei der vergangenen Montagsdemo auf dem Marktplatz in Halle (Saale) durchaus Fragen zu diesem Hintergrund aufkommen.
Montagsdemo 12 Mai6
„Ein unsichtbares Schild steht am Bundestag: fürs Volk kein Zutritt“, sagte die 67-Jährige. Sie habe es so satt, in einer Parteiendiktatur zu leben. Hampel kritisierte weiterhin die „Gehirnwäsche der Mainstreammedien“. Die Bevölkerung sei nur Stimmvieh, die die Klappe halten soll. Sie beklagte eine fehlende Verfassung sowie fehlende Friedensverträge mit den Alliierten. „Wir sind immer noch ein besetztes unfreies Land. Und wer das abstreitet, sollte sich informieren“, meinte Hampel, die einst Bürgermeisterin im Saalekreis-Dorf Queis war. Die Wahlen in Deutschland seien grundgesetzwidrig, „für mich ist das ganz einfach Wahlbetrug“. Seit der Wende vor 25 Jahre herrsche ein Raubtierkapitalismus. Das deutsche Volk sei fremdgesteuert, „das ist ein schlimmes Verbrechen an uns, dem Volk, dem eigentlichen Souverän.“ Dann schwenkten ihre Wort auf die Verfassung von 1919. Diese sei nie untergegangen und habe heute noch ihre Gültigkeit. „Ich weiß ich sage unbequeme Dinge. Aber ich sag sie und ich fürchte sie nicht“, so Hampel unter dem Applaus der gut 100 Zuhörer der Montagsdemo. Die Nachkommen seien es den Urgroßvätern schuldig, „auf dieser guten Verfassung eine eigene aufzubauen. Wir wollen jetzt durch eine Verfassung die vom Volke erarbeitet und legitimiert wird unsere Gesellschaftsordnung aufbauen. Wir das Volk wollen bestimmen, wie unsere Gesellschaftsordnung sein soll.“ Die Weimarer Verfassung habe nicht zum zeiten Weltkrieg geführt, sondern die „Großkonzerne, die gekauften Lügenmedien.“ Das eigene Volk sei durch die Propaganda der gekauften Medien in die Irre geführt worden. Zudem zitierte Hampel noch ein Zitat, dass sie Obama zuschreibt: „Deutschland ist ein besetztes Land und wird es auch bleiben.“ Zu finden ist dieses Zitat auf diversen rechten Internetseiten, auf denen der US-Präsident als „Negerkönig“ beschimpft und sich „Mit deutschen Gruß“ verabschiedet wird.

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