2+4-Vertrag fürs Genscher-Haus

1. November 2012 | Politik | Keine Kommentare

Hans Dietrich Genscher ist wohl einer der international bekanntesten Hallenser, nicht zuletzt durch seine Rolle in der friedlichen Revolution 1989. Legendär ist seine Rede auf dem Balkon der deutschen Botschaft in Prag mit dem unvollendeten Satz. Im Jubel der hunderten DDR-Bürger, denen nun die Ausreise gestattet wurde, gingen seine Worte unter. Und mit seinen Worten ging die DDR unter.

Der sogenannte 2+4-Vertrag, 1990 abgeschlossen zwischen den beiden deutschen Staaten und den vier Siegermächten des Zweiten Weltkrieges, machte schließlich den Weg für die Einheit Deutschlands frei. In einer neuen Dauerausstellung im Genscher-Haus in Reideburg wird nun eine Kopie des Vertrags, der als geistiges Weltkulturerbe zählt, zu sehen sein. Staatsministerin Cornelia Pieper überbrachte das Faksimile am Donnerstag Wolfgang Böhm von der Erhard-Hübner-Stiftung, die das Genscherhaus als Gedenkstätte Deutsche Einheit betreibt.

Doch auch der Vertrag von Maastricht (Europäische Union) und der über die Festlegung der deutsch-polnischen Grenze an der Oder werden in der neuen Ausstellung „Einheit in Freiheit „ zu finden sein. Eröffnet werden soll die Schau Anfang Dezember.

Das Geburtshaus Genschers in Reideburg war jahrelang vor sich hingerottet. In den letzten Jahren wurde es saniert und beherbergt heute eine Gedenkstätte zur deutschen Teilung.

(Foto: Silke Hüttenrauch)

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben