Wir haben das Ballett Rossa beim Warm UP getroffen

17. November 2019 | Kultur | 1 Kommentar

Am Mittwoch, d. 30. Okt. 2019, fand im Opernhaus Halle das „warm up“ statt. Das bedeutet Vorwärmetraining der Tänzerinnen. Das ist etwas total Wichtiges für die Ballettcompany, damit der Körper warm wird, um möglichen Verletzungen beim Tanzen vorzubeugen.

Schon bereits 18:30 Uhr breitete sich Spannung aus unter den Zuschauern, die unterschiedlich verteilt saßen. Einige bevorzugten die Plätze im Parkett des Opernsaales, andere wiederum die Bänke an den Seiten auf der Bühne, was an die erfolgreiche Szenerie der Produktion „Raumbühne Babylon“ erinnerte. Auf der Bühne trainierte an 4 transportablen Stangen die Company, zuerst jeder für sich, dann später alle zusammen unter der Leitung einer Ballettmeisterin.

Alice im Wunderland

Die Gäste wurden vom kommissarischen Ballettdirektor und 1. Solotänzer Michal Sedlácek begrüßt und durch das Programm geführt: Die neue Spielzeit 2019/2020, führte er aus, ist gespickt mit drei Neuaufführungen und zwei Wiederaufführungen mit klassischen und zeitgenössischen Choreographien. Er stellte die laufenden Produktionen „Hieronymus Bosch“ und „Der Nußknacker – eine Weihnachtsgeschichte“ vor und informierte uns über das neue Märchenballett „Alice im Wunderland“, dessen Premiere am 22.11. 2019 sein wird. Ebenfalls eine Premiere wird die Ballettaufführung „Evolution“ am 20.03. 2020 erleben. Beiden neuen Werken liegen die Choreographien von Michal Sedlácek zugrunde. Eine weitere wunderbare, leider nur einmalige, Ballettvorstellung wird es am 15.04. 2020 geben: ein Programm rund um die Tänzerin Marie Saale unter dem Titel „Händelsschätze – Terpsichore: Muse des Tanzes“.

In Halle tanzt die Welt

Mit Leichtigkeit und Humor stellte M. Sedlácek jeden einzelnen seiner 18-köpfigen Company vor, die immerhin aus 12 verschiedenen Ländern kommen. Es wurden auch mehrere Szenen als Ausschnitte aus „Alice im Wunderland“ gezeigt. Und auch ein kleiner Rückblick sei gestattet: Seit dem Beginn der Ära Rossa vor 20 Jahren wurden mehr als 1000 Ballettvorstellungen aufgeführt sowie 40 Tanzabende für die Bühne geschaffen. Insgesamt haben in diesem Zeitraum 180 Tänzerinnen das Bild der Company geprägt.

Nun kam die Zeit für das Publikum, Fragen zu stellen: Kann jeder Tänzer Spagat machen? Wieviel verdient ein Tänzer? Wieviele Jahre kann ein Tänzer tanzen? Hat man auf der Bühne immer Lampenfieber? Wieviele Tänzerinnen und Tänzer bewerben sich auf einen frei werdenden Platz in der Company? Was passiert, wenn eine Tänzerin an Gewicht zunimmt? Und vieles mehr.

Eine für alle Teilnehmer interessante Aktion war das Tanzen von etwa 100 Zuschauern aus dem Publikum auf der Bühne, intensiv begleitet von den 18 Mitglieder der Company. Eine kurze aber spannende Choreographie von M. Sedláce wurde erlernt und unter dem Beifall der Zuschauer aus dem Saal „aufgeführt“.

Und am Ende gab es die neuesten Infos von der Company: Im Monat Juni des nächsten Jahres wird es wieder eine Choreografische Werkstatt geben. Mitglieder der Company bekommen die Chance, neue Choreografien für die Company zu reieren. Außerdem läuft auch in diesem Jahr für alle Interessierten das Balletttraining unter der Leitung von Emma Luisa Harrington als Mitmach-Angebot: 1) an jedem Samstag im Ballettsaal der Company für alle Ballettbegeisterten mit Vorerfahrung. 2) an jedem ersten Montag im Monat, ebenfalls im Ballettsaal des Opernhauses, unter dem Titel „OFFEN FÜR TANZ AB 55 PLUS“ für Tanzbegeisterte über 55 Jahre.

Anna Armenini

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