Wertvolle alte Bücher und Notendrucke für die Händel-Forschung in Halle

2. September 2014 | Kultur | 1 Kommentar

Die Bibliothek der Stiftung Händel-Haus in Halle (Saale) hat durch die Vermittlung des Foundling Museums und des Handel Institutes aus London insgesamt 36 Bücher und Notendrucke aus dem Nachlass des englischen Händel-Forschers Anthony Hicks (1943–2010) erhalten.
Nachlass_AnthonyHicks1_ArchivStiftungHändel-Haus
Darunter finden sich zahlreiche Schätze der frühen Händel-Forschung, so z. B. W. S. Rockstros Händel-Biografie von 1883. Ein Kuriosum ist Sedley Taylors „The indebtedness of Handel to works by composers“ von 1906, in dem Händel als Plagiator entlarvt werden soll. Auch die direkte Antwort darauf, „Handel and his orbit“ von Percy Robinson aus dem Jahr 1908, ist in dem Nachlass vorhanden: Robinson schießt ebenso über das Ziel hinaus und schreibt Händel die Werke, aus denen dieser heftig entlehnt hat, gleich ganz zu. Das bedeutendste Werk in dem Nachlass ist jedoch das 1868 von der Sacred Harmonic Society herausgegebene Faksimile des „Messiah“-Autografs, das wohl früheste Faksimile eines Händel-Autografs überhaupt.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben