VELMEVCI: Darja Hristova gewinnt den 2. Halleschen Medienkunstpreis

31. Oktober 2014 | Kultur | Keine Kommentare

Darja Hristova heißt die Siegerin des 2. Halleschen Medienkunstpreises. Sie setzte sich mit ihren Bildern gegen 24 weitere Einsendungen durch. Zur Preisverleihung am Reformationstag im Moritz-Kunstcafé konnte sie leider nicht anwesend sein. Verbunden ist die Auszeichnung mit einem Preisgeld von 2.000 Euro.

Aus der Fotoserie der Gewinnerin

Aus der Fotoserie der Gewinnerin


Für die Juryvorsitzende Silke Boß zeigt sich in den Fotos der 28-jährigen Berlinerin Hristova der „unmittelbare Eindruck“ dessen, was auch sie selbst als Familie empfinde, nämlich „das zwanglose Zusammensein von Generationen“ und dass Glück in der Familie wenig zu tun habe mit Materiellem. Auch in diesem Jahr stand die Initiative ganz im Zeichen der Fotografie. Das Thema war „Familie“. Ebenfalls nominiert waren Franziska Burkhardt (28 Jahre, Weimar) mit ihrem Werk „La familia“ und Sara Graetz (29 Jahre, Berlin) mit „Drei Wände“.

In der Förderpreiskategorie setzte sich die 21jährige Sarah Walter aus Detmold mit ihrem Beitrag „Augenblicke“ gegenüber ihren Mitbewerbern durch und erhält nun 500 Euro. Für sie war es das erste Mal, dass ihre Bilder ausgestellt worden. Die 21-Jährige konnte die Jury mit ihrer Fotoserie „Augenblicke“ überzeugen. Für ihre Fotos setzte Sarah Walter ihre engsten Familienmitglieder in Szene und begegnete diesen so vertrauten Mitmenschen auf eine neue Weise. „Ich hatte die Idee für die Bilder schnell im Kopf fertig und es war klar, dass ich nur meine eigene Familiensituation ‒ meine Familie so wie sie ist ‒ wiedergeben will“, äußerte sich die junge Künstlerin über die Bildintention.

Anders als die diesjährige Gewinnerin des Medienkunstpreises Hristova, die aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen konnte, nahm die Detmolderin Sarah Walter den Förderpreis persönlich in Empfang. Neben Vertretern der Jury und des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis waren dabei auch die Beigeordnete für Kultur und Sport der Stadt Halle/S., Dr. Judith Marquardt, zugegen. Die städtische Vertreterin zeigte sich besonders erfreut darüber, dass sich die Kirche mit anderen kulturellen Einrichtungen der Stadt vernetzt und so „auch viele Leute außerhalb der Kirchenmauern“ erreicht werden.

Nach der fünfwöchigen Verweildauer (bis 4. Dezember 2014) im Kunstcafé Moritz wird sich die Ausstellung auf eine einjährige Wanderung durch die Region begeben. Weitere Ausstellungsorte werden das Diakoniewerk Halle, das Rathaus der Stadt Halle, das Zentrum Taufe in Eisleben, die Kirche St. Nikolai in Wettin sowie die Radwegekirche in Wörmlitz sein.


Die Medienkunst- und Förderpreisinitiative des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis soll junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren bzw. von 16 bis 22 Jahren dazu animieren, sich in Anlehnung an ein jährlich wechselndes Motto mit ihrer Position zum jeweiligen Thema inhaltlich-künstlerisch auseinander zu setzen. Um dem künstlerischen Anspruch gerecht zu werden, wurde die Auswahljury multiprofessionell besetzt. Mitglieder der Jury sind die ehrenamtliche Juryvorsitzende und Mitglied der Landessynode der EKM, Silke Boß, die Lehrkraft für besondere Aufgaben (Fachbereich Kunst, Fotografie) an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Nikolaus Brade, der Chefredakteur der Lokalausgaben der Mitteldeutschen Zeitung in Halle und dem Saalekreis, Gert Glowinski, der Kustos Photographie an der Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, T. O. Immisch, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis, Hans-Jürgen Kant, der Bildende Künstler, Wieland Krause und der MDR – Redakteur für den Bereich südliches Sachsen-Anhalt, Peter Kubiak.

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