Um Mitarbeiter zu kündigen: Bühnen Halle bekommen zweiten Chef

23. Juni 2015 | Kultur | 6 Kommentare

Die Theater, Oper und Orchester GmbH Halle bekommt übergangsweise einen zweiten Geschäftsführer. Den Weg dafür soll der Stadtrat frei machen.

Auf diese Weise soll die Kündigung von Mitarbeitern in der Zukunft ermöglicht werden. Im Strukturanpassungskonzept ist der Abbau von mehr als 130 Stellen vorgesehen. Anlass ist eine Auseinandersetzung mit dem Deutschen Bühnenverein. Der hatte erklärt, dass Verträge von nach dem Tarifvertrag „NV-Bühne“ angestellten Mitarbeitern – also beispielsweise Sänger und Schauspieler – nur über den Amtszeitraum des Intendanten möglich sind. Weil aber TOO-Geschäftsführer Rolf Stiska, der gleichzeitig den Intendantenposten ausübt, Mitte kommenden Jahres in den Ruhestand geht, kann dieser Verträge nicht auflösen, die erst nach Ende seiner Amtszeit auslaufen würden.

Durch den zweiten Geschäftsführer, den der Aufsichtsrat in einer Eilsitzung bestellen soll und dessen Amtszeit über 2017 hinausgeht, sollen dann die Nichtverlängerungsmitteilungen unterzeichnet werden. Auf diese Weise könnte das Risiko der Unwirksamkeit der Nichtverlängerungsmitteilungen, meint laut Stadtverwaltung die beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Hümmerich & Bischoff.

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