Theatervertrag: Kulturausschuss dafür, Finanzausschuss dagegen

17. Juni 2014 | Kultur | 1 Kommentar

Ob sich für den Theatervertrag zwischen Stadt und Land zur Finanzierung der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle eine Mehrheit im Stadtrat findet, bleibt weiter unklar.

Der Kulturausschuss votierte am Dienstagnachmittag mehrheitlich für das Papier. Vom Finanzausschuss gab es dagegen am Abend eine Abfuhr. Vor allem die Beteiligung des Landes an Abfindungszahlungen ist ein Streitpunkt. Mehrere Parteien fordern Nachverhandlungen, Oberbürgermeister Bernd Wiegand fürchtet dagegen eine monatelange Hängepartie.

Das Land will seine Zuschüsse an die TOO um 2,85 auf 9,05 Millionen Euro reduzieren. Um dies zu erreichen, soll die Zahl der Mitarbeiter von aktuell 532 auf 419 sinken. Kein einfaches Unterfangen wegen bestehender Haustarifverträge. Laut Stadtverwaltung kann man sich im kommenden Sommer 62 Mitarbeiter und weitere vier in den Jahren bis 2019 durch Nichtverlängerungen und Kündigungen trennen. Allein für Abfindungszahlungen muss die Stadt in den kommenden Jahren 10,2 Millionen Euro ausgeben.

Wegen der Abfindungszahlungen sollen die Zuschüssen bis zum Ende des Abbauprozesses dynamisiert werden. Für den Betrieb von Opernhaus, Staatskapelle, neuem theater, Puppentheater und Thalia Theater muss die Stadt im kommenden Jahr 25,7 Millionen Euro, 2016 26,1 Millionen, 2017 21,3 Millionen, 2018 24,3 Millionen sowie 2018 21,9 Millionen Euro zahlen. Bislang zahlte die Stadt 21 Millionen Euro im Jahr.

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