Stadtrat lehnt Sanierungsbevollmächtigten der Bühnen-Gesellschaft ab

11. September 2013 | Kultur | 4 Kommentare

Der Stadtrat hat am Mittwoch einen Dringlichkeitsantrag von Oberbürgermeister Bernd Wiegand abgelehnt, wonach die Theater, Oper und Orchester GmbH einen Sanierungsbevollmächtigten bekommen soll. Dies sei laut Wiegand nötig, weil der TOO die Zahlungsunfähigkeit drohe.

Brunnen am Opernhaus

„Dessau steht hinter seinem Theater, und in Halle reden wir über Insolvenz“, schimpfte Rudenz Schramm (Linke). Die Gesellschaft sei zahlungsfähig. „Wir wollen vom Land eine Perspektive für die Kultur.“

Wiegand machte deutlich, dass er eigentlich bei der Thematik den Rat gar nicht einbinden müsse, dies aber wegen seiner Selbstverpflichtung mache.

Wiegands Vorschlag sieht vor, die Zahl der Stellen von aktuell 532 auf künftig 380 abzusenken. Große Einsparungen sind dabei bei der Staatskapelle vorgesehen, die aktuell 148 Mitarbeiter hat und künftig nur noch 98 Mitarbeiter haben soll, darunter 90 Musiker (bisher 137). Damit würde das Orchester statt eines A- nur noch einen B-Status haben. 19 der aktuell 100 Stellen bei der Oper sollen wegfallen (Solo: von 31 auf 29, Chor: von 41 auf 33, Ballett: vn 27 auf 18). Beim neuen theater sollen drei Stellen wegfallen, damit wären hier künftig noch 33 Mitarbeiter tätig. Für das Thalia Theater, das bereits vor zwei Jahren seine Spielstätte verlor, ist nun die komplette Aufgabe vorgesehen, 17 Mitarbeiter würden so ihren Job verlieren. Enorme Einsparen sind dem Plan zufolge auch bei den zentralen Bereichen vorgesehen. Die Zahl der Mitarbeiter in der Technik soll von 172 auf 125 abgesenkt werden, in der Verwaltung von 24 auf 18 und in der künstlerischen Verwaltung von 23 auf 13.

Print Friendly, PDF & Email
4 Kommentare

Kommentar schreiben