Sky Disc: Oper Halle bringt die Himmelsscheibe auf die Bühne

3. September 2013 | Kultur | Keine Kommentare

Sie ist der Anziehungspunkt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, die Himmelsscheibe von Nebra. Jetzt kommt sie auch auf die Bühne. Denn am 2. Oktober 2013 um 19.30 Uhr feiert das Opern-Oratorium „Sky Disc – Disc del Cel“ seine Uraufführung in der Oper Halle.

Die Musik des von der Oper Halle in Auftrag gegebenen Werkes stammt von dem Katalanen Ramon Humet, das Libretto in deutscher, englischer und katalanischer Sprache von der Britin Rebecca Simpson.
Als Teil eines Bronzeschatzes 1999 auf dem Mittelberg entdeckt, gilt die Himmelsscheibe von Nebra als einer der bedeutendsten archäologischen Funde. Die Librettistin Rebecca Simpson, die 2005 für die Oper Halle bereits das Libretto zu JUANA von Enric Palomar geschrieben hat, fügt den zahlreichen Interpretationen über die Entstehung und Funktion der Himmelsscheibe in dem Opern-Oratorium HIMMELSSCHEIBE (SKY DISC – DISC DEL CEL), das der katalanische Komponist Ramon Humet im Auftrag der Oper Halle vertont hat, eine weitere hinzu.

Der Schmied Fierket ist von einer Reise, auf der er nach Materialien für die Himmelsscheibe gesucht hat, in sein Dorf zurückgekehrt. Er zweifelt, ob er die Arbeit an dem Kultgegenstand, dessen Geheimnis von den Dorfbewohnern streng gehütet wird, vollenden kann, da er nicht ausreichend Gold mitgebracht hat, das er für die Sterne und die Mondbögen der Scheibe benötigt. Überraschend naht Hilfe in Gestalt von Tamar, die Fierket auf seiner Reise kennen gelernt hat und die ein Kind von ihm erwartet. Sie ist dem Schmied gefolgt und bringt das dringend benötigte Gold aus ihrer Heimat. Fierket, der sein Werk vollendet, weiht sie in das Geheimnis der Scheibe ein.

Rebecca Simpson nutzt in ihrem dreisprachigen Libretto Deutsch, Englisch und Katalanisch um die Herkunft der Figuren zu verdeutlichen. Der Komponist Ramon Humet schrieb zu diesem Text eine farbenreiche Partitur, die Opernszenen und Oratorienteile deutlich voneinander abgrenzt. Vor allem die Oratorien-Szenen entwickeln einen atmosphärischen Klangreiz, der die mystische Bedeutung der Himmelsscheibe unterstreicht.

Musikalische Leitung: Andreas Henning | Inszenierung: G.H. Seebach | Bühne: Hartmut Schörghofer | Kostüme: Ragna Heiny | Video: Anke Tornow | Choreinstudierung: Jens Petereit
Mit: Gerd Vogel (Fierket, der Schmied), Sandra Maxheimer (Guueren), Mária Petrašovska (Estria), Robert Sellier (Pyrpi), Hiltrud Kuhlmann (Tamar), Ulrich Burdack (Ein Bootsmann), Ki-Hyun Park (Priester), Julia Preußler (Knabenstimme) und Kaori Sekigawa (Solostimme).

Die nächsten Vorstellungen: 6.10.13, 15.00 Uhr und 18.10.13, 19.30 Uhr
Ticketpreise: Premiere: 38,- bis 16,- Euro (erm. 10,- Euro)
Weitere Vorstellungen: 32,- bis 14,- Euro (erm 8,- Euro)

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