Programmkino im neuen Jahr 2020: Der König und die Königin erweisen dem Landsitz Downton die Ehre

5. Januar 2020 | Kultur | 2 Kommentare

Jeden Monat bieten die Programmkinos in Halle interessante Filme und Kinoveranstaltungen an. HalleSpektrum möchte verstärkt darauf aufmerksam machen. Sollten wir noch einen Aufführungsort nicht berücksichtigt oder vergessen haben, schickt uns einfach eine Mail mit dem jeweiligen Programm. Wir behalten uns vor, auf einzelne Filme noch einmal gesondert hinzuweisen.

Zurück von der Waterkant, lohnt sich der Blick in die Kinoprogramme im neuen Jahr:

Puschkino

PUSCHKINO, Kardinal Albrecht Str. 6, 06108 Halle, Tel. 0345-2040568, post@puschkino.de Das Puschkino wechselt künftig wöchentlich das Programm. Bitte beachten.

Im Januar ist der wichtigste Film die Buchverfilmung „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“, Roman von Judith Kerr. Beim Film führte Caroline Link Regie: „Berlin, 1933: Anna ist erst neun Jahre alt, als sich ihr Leben von Grund auf ändert: Um den Nazis zu entkommen, muss ihr Vater nach Zürich fliehen; seine Familie folgt ihm kurze Zeit später. Anna lässt alles zurück, auch ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen.“

Am 6. Januar kann man im Puschkino auf dem Camino de Santiago pilgern mit „Nur die Füße tun mir leid – 900 km Jakobsweg“ um 14 Uhr.

zum Programm im Januar 2020

Luchskino

LUCHS.KINO AM ZOO, Seebener Straße 172, 06114 Halle, Tel. (0345) 52 386-31, post@luchskino.de

Wie schaut es im neuen Jahr im Luchskino aus? Für Büchermenschen ist der „Der geheime Roman des Monsieur Pick“, der seit Dezember läuft. Ein Film, der die Frage stellt, warum wir bestimmte Autoren so vergöttern und andere ohne Rang und Namen einfach vergessen.

„Downton Abbey“, ja, da kommen wir nicht dran vorbei. „Aufregung im Hause Grantham: Der König und die Königin erweisen dem Landsitz Downton die Ehre.“ Mehr gibt es darüber eigentlich nicht zu sagen. Ob der Film den Sprung von der Serie ins Kino wirklich so gut bewältigt, müssen Sie selbst feststellen, befürchte ich. Stets zu Diensten!

Interessant in einer Musikstadt wie Halle ist sicherlich der Film „Das Vorspiel“. Die Premiere findet am 15.1. in Anwesenheit der Regisseurin und der Hauptdarstellerin Nina Hoss statt. Zum Inhalt: „Anna Bronsky, Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium, erwirkt gegen den Willen ihrer Kollegen die Aufnahme eines Schülers, welchen sie für sehr talentiert hält. Engagiert stellt sie für Alexander die Weichen für die Zwischenprüfung vor und vernachlässigt dabei ihre Familie.“ Könnte an der Latina spielen.

zum Programm im Januar 2020

Zazie

ZAZIE kino ~ bar, Kleine Ulrichstraße 22, 06108 Halle (S.), Telefon: (0345) 779 28 05. Am kuscheligsten von diesen drei Kinos ist das Zazie, dort laufen Filme im Originalton. Allerdings ist das ZAZIE nicht immer ein Wohlfühlkino. Hier sind oft Kinogänger mit starken Nerven gefragt.

In der „Marriage Story“ mit Adam Driver, Scarlett Johansson, Julia Greer, erfahren wir, was davon zu halten sind, wenn sich Ehepartner gegenseitig über den grünen Klee loben: Sie befinden sich in Trennung.
Um „Jonathan Agassi“, Porno-Kunstfigur, geht es in der „Queerfilmnacht“ im Zazie: „Obwohl Yonatan erfolgreich ist und behauptet, dass er den tollsten Job der Welt hat, wirkt er sehr unglücklich und muss seine Gefühle immer stärker mit Drogen dämpfen. Ohne die Bühnenfigur Jonathan Agassi, erklärt er, wäre er schon längst verzweifelt.“
Am Ende des Monats wird es heilig, bzw. geht es um eine bekannte Heilige. In den Filmen  „Jeannette — Die Kindheit der Jeanne D’Arc“ und „Jeanne D’Arc“ geht es um die berühmteste Frau Frankreichs, auch wenn Wolli hier vielleicht Brigitte Bardot nennen würde. Aus der Beschreibung des zweiten Films: „Radikales Kino, das man genießen und feiern kann. Bruno Dumont bietet einen guten Schlüssel, um die Tiefe der prophetischen Dimension von Greta Thunberg zu ergründen. Es ist schwer, in dem Hass, den sie auslöst, nicht das Gesicht von Jeannes Staatsanwalt Bischof Cauchon zu erkennen, der sich nicht an das Öl verkauft hat, sondern an England.“
 Auf jeden Fall wünschen wir eine schöne Kinozeit! Wir sehen uns (hoffentlich) im nächsten Film!

Ihre Paula Poppinga

 

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