Programmkino im November 2019: Sytemsprenger, Reformatoren und Liedermacher!

1. November 2019 | Kultur | 1 Kommentar

Jeden Monat bieten die Programmkinos in Halle interessante Filme und Kinoveranstaltungen an. HalleSpektrum möchte verstärkt darauf aufmerksam machen. Sollten wir noch einen Aufführungsort nicht berücksichtigt oder vergessen haben, schickt uns einfach eine Mail mit dem jeweiligen Programm. Wir behalten uns vor, auf einzelne Filme noch einmal gesondert hinzuweisen.

Puschkino

PUSCHKINO, Kardinal Albrecht Str. 6, 06108 Halle, Tel. 0345-2040568, post@puschkino.de

Das Puschkino wechselt künftig wöchentlich das Programm. Bitte beachten. Im November finden wir interessant: Weiter läuft hier „Systemsprenger“, „Laut, wild, unberechenbar: Benni! Die Neunjährige treibt ihre Mitmenschen zur Verzweiflung.“ Ein guter Tipp ist auch das nächste Reformatorenepos: Nach „Luther“ ist nun „Zwingli“ dran. Dazu gibt es zur Vorstellung am 5.11. ein Gespräch mit dem deutschen Produzenten des Films Mario Krebs. Dies in Kooperation mit der Stadt Halle (Saale), der evangelisch Reformierten Domgemeinde Halle und der eeb Sachsen-Anhalt. “ Bis heute sind Zwinglis Ideen einer sozialen Gesellschaft, die sich um die Armen und Kranken kümmert und die Rechte von Frauen und Kindern schützt, brandaktuell.“

zum Programm im November 2019

Luchskino

LUCHS.KINO AM ZOO, Seebener Straße 172, 06114 Halle, Tel. (0345) 52 386-31, post@luchskino.de

Im Luchs läuft weiter „Lieber Antoine als gar keinen Ärger“, eine Komödie aus Frankreich, u.a. mit Adèle Haenel, Vincent Elbaz, Pio Marmai, Audrey Tautou. Sie werden es angesichts des Zustandes Ihrer Lachmuskeln ganz sicher bereuen!

Nun aber was für die Tränendrüsen: Wer kennt es nicht, das berühmte Lied von Leonard Cohen „So long, Marianne“? Ab 7. November läuft im Luchs „Marianne & Leonard – Words of Love“. Eine Dokumentation über eine wunderbar traurige Liebesgeschichte: Obwohl „Cohens Geliebte und Muse Marianne Ihlen – eher eine Nebenfigur bleibt. Das mag man bedauern. An den stimmungsvollen Archivaufnahmen und der unsterblichen Musik Cohens kann man sich aber vollends erfreuen. „Now so long, Marianne / It’s time that we began to laugh / And cry and cry and laugh about it all again“. Nicht nur für Leonard Cohen-Fans ist dieser Film gedacht, es ist eine Ode an die wundervollen 60er Jahre.

zum Programm im November 2019

Zazie

ZAZIE kino ~ bar, Kleine Ulrichstraße 22, 06108 Halle (S.), Telefon: (0345) 779 28 05

Am kuscheligsten von diesen drei Kinos ist das Zazie, dort laufen Filme im Originalton. Allerdings ist das ZAZIE kein Wohlfühlkino. Hier sind Kinogänger mit starken Nerven gefragt. Auch hier läuft „Systemsprenger“. „MIDSOMMAR“ nimmt vom zuckersüßen Beginn eine unheimliche Wendung. Und der Film „Parasite“ denkt die Krise der Gegenwart konsequent an ihr böses Ende. Interessant fand ich auch „Porträt einer Jungen Frau in Flammen“: „Ein ungewöhnlicher Auftrag führt die Pariser Malerin Marianne im Jahr 1770 auf eine Insel an der Küste der Bretagne. Sie soll ein Gemälde von Héloïse anfertigen, die gerade eine Klosterschule für junge Adelige verlassen hat und bald verheiratet werden soll. Héloïse weigert sich, Modell zu sitzen, um gegen die arrangierte Ehe zu protestieren. So beobachtet Marianne Héloïse während ihrer Spaziergänge und malt abends aus dem Gedächtnis heraus ihr Portrait. Langsam wächst eine unwiderstehliche Anziehungskraft und vor und hinter der Staffelei geraten die Gefühle in Aufruhr.“ Auch die Freunde der Architektur kommen bei „Kathedralen der Kultur“ auf ihre Kosten: „Sechs außergewöhnliche Regisseure erzählen über die Seele von herausragenden Bauwerken, welche die Menschheit im Laufe ihrer jüngeren Geschichte hervorgebracht hat.“

Wir wünschen eine schöne Kinozeit! Wir sehen uns (hoffentlich) im nächsten Film!

Ihre Paula Poppinga

 

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