Moritzburg öffnet nach Wartungsarbeiten wieder: Hallorenglas restauriert

3. Februar 2014 | Kultur | Keine Kommentare

Am Dienstag öffnet die Moritzburg in Halle (Saale) ach vierwöchiger Schließung wegen Wartungsarbeiten wieder für Besucher. Ein 300 Jahre altes Schmuckstück wird dabei in neuem Glanz erstrahlen.

Der Förderkreis der Stiftung Moritzburg e. V. konnte Dank eines privaten Spenders ein historisches Hallorenglas aus der Sammlung Kunsthandwerk des Museums restaurieren lassen. Dieses kostbare Objekt stammt aus dem Jahr 1710 und war vor Jahrzehnten zersprungen. Nun wurden die mehr als 50 Scherben wieder fachgerecht und in mühevoller Puzzlearbeit zusammengefügt. Nach einer behutsamen Reinigung haben auch die Emailfarben ihre Leuchtkraft von einst zurück erlangt.

Ab Dienstag, dem 4. Februar 2014, kann das Glas in der Ausstellung „Idee Schatzkammer“, im Talamt der Moritzburg, bewundert werden. Dort wird es im Kontext der anderen Hallorengläser aus der Sammlung präsentiert, die aus dem Zeitraum von 1681 bis 1784 stammen.

Bereits 1643 wurde in den Abrechnungen des Pfingstbierfestes der Halloren von bemalten Humpen gesprochen. Einer der speziell gefertigten Willkommhumpen war dem Salzgrafen vorbehalten, der im einstigen Talamt am Hallmarkt residierte. Dieses Gebäude stand Modell für den 1904 in der Moritzburg errichtete Museumsbau.

Die Form der Hallorengläser, aus denen obergäriges Bier genossen wurde, erinnert an heutige Weißbiergläser. Die Gläser selbst sind übliches Gebrauchsglas der Zeit und stammen aus sächsischen, thüringischen oder brandenburgischen Glashütten. Ihre spezielle Emailbemalung gibt ihnen jedoch innerhalb der deutschen Glasgeschichte eine besondere Stellung. Dargestellt sind das Wappen der Salzwirker, der Salzkorb, der Fähnrich mit wehender Fahne und im unteren Teil sechs Salzwirker in dunkler Tracht.

Print Friendly, PDF & Email

Kommentar schreiben