Moritzburg: Kulturausschuss will wieder jährliche Zahlungen der Stadt

7. Mai 2015 | Kultur | 1 Kommentar

Die hallesche Stadtverwaltung soll sich wieder an der Finanzierung der Stiftung Moritzburg beteiligen. Das hat der Kulturausschuss am Mittwoch beschlossen. Einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU/FDP, SPD und MitBürger/Neues Forum wurde mehrheitlich zugestimmt.
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Demnach soll die Verwaltung am dem kommenden Jahr in den Haushalt 130.000 Euro einstellen. Wiegand hatte die Zahlungen unter den Haushaltsvorbehalt gestellt, obwohl es zwischen Stadt und Land einen Vertrag zur Finanzierung der Moritzburg gibt. Laut Wiegand erlaube die finanzielle Lage der Stadt laut aus dem Jahr 2004 stammenden Vertrag Vertrag, die Leistungen auszusetzen. Auch Wiegands Vorgängerin Dagmar Szabados hatte die städtischen Mittel eingefroren. Zudem verweist Wiegand darauf, dass die Saalesparkasse die Moritzburg finanziell unterstützt und damit die Leistungen der Stadt übernimmt. Die Außenstände der Stadt betragen mittlerweile 520.000 Euro. Die zuständige Landesstiftung Dome und Schlösser will die Mittel einklagen.

Wegen der unterschiedlichen Auffassungen zum Vertrag soll der seit 2010 bestehende Kontrakt neu verhandelt werden. Im September soll die Stadtverwaltung einen entsprechenden Vorschlag vorlegen. Einem dementsprechenden Antrag der Grünen wurde im Kulturausschuss ebenfalls zugestimmt, jedoch noch ein Änderungsvorschlag der Linken eingefügt. „Im Zusammenwirken mit den künstlerischen Verbänden und Institutionen werden die Interessen der halleschen bildenden Künstler geeignet berücksichtigt“, heißt es nun in der Maßgabe zum neuen Vertrag.

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