Mit Pauken und Trompeten im Elisabeth-Krankenhaus

5. September 2012 | Kultur | Keine Kommentare

Laute Pauke Bombe, DingDangDong Klavier Granate – diese und andere phantasievolle Namen haben sich die Kinder des Krokoseums in den Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale) für ihre selbstgebastelten Klangmaschinen ausgedacht. Seit Donnerstag sind diese im Foyer des benachbarten Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in der Mauerstraße zu sehen.

Zu sehen sind in der Schau Kinderkunstwerke, die in den Sommerferien in Anlehnung an die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen entstanden sind. Christin Raschke, Absolventin im Fachbereich Kommunikationsdesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, wählte bewusst einen intuitiven und experimentellen Zugang über die Grenzen der einzelnen Kunstformen und Wissenschaftsdisziplinen hinweg, um die Kinder für die Musikalität der Umwelt zu sensibilisieren, die Dimension von Musik als kulturellem Gut erfahrbar zu machen und sie abseits aktueller und vorgefertigter Muster zu entdecken. Auch Luther und Francke hätten sich wohl über diese Schau gefreut, meinte Raschke.

Gebastelt wurden die „Klangmaschinen“ aus verschiedenen Abfallmaterialien wie Joghurtbecher, Dosen, alten Handys, Schuhkartons etc. Doch auch ein Klangwald, Musikerporträts und selbstgebastelte Musikperücken gehören zur Ausstellung dazu.

Ein wichtiger Punkt der Sommeraktion im Krokoseum war die Jahresausstellung im WaisenhausVon dort aus wandelten die Kinder in den Sommerferien im Rahmen einer musikalischen Zeitreise auf den Spuren Martin Luthers und der Musik seit dem 16. Jahrhundert. Begegnungen mit herausragenden Musikschaffenden wie Johann Anastasius Freylinghausen, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Max Reger, aber auch bedeutenden bildenden Künstlern wie Lukas Cranach oder Hans Holbein ließen sie tief in die Geschichte eintauchen. Inspiriert vom Gesehenen, Gehörten und Neuentdeckten wurden, vor dem Hintergrund variierender thematischer Schwerpunkte und in Kombination mit verschiedenen künstlerischen und handwerklichen Techniken erschaffen.

Die Ausstellung ist bis zum 30. September von 8-20 Uhr zu sehen, Eintritt frei.

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