Kulturabbau: Staatskapelle bläst SPD in Halle den Marsch

19. September 2013 | Kultur | Keine Kommentare

Eigentlich sollte es ein gemütlicher Ausklang der SPD in den Prager Bierstuben werden. Doch die Politiker wurden jäh gestört – von lauter Blasmusik. Musiker der Staatskapelle und der Halleschen Bühnen, aber auch der anderen bedrohten Bühnen des Landes Sachsen-Anhalt, protestierten gegen den drohenden Kulturabbau.
Denn SPD-Finanzminister Jens Bullerjahn plant einen drastischen Sparkurs. So sollen allein die Theater in Halle im nächsten Jahr drei Millionen Euro weniger erhalten.

„Kultur ist Leben“, „Halle bleibt“ und „Kulturabbau stoppen“ war auf Plakaten zu lesen. Zudem wurden an die anrückenden SPD-Mitglieder, darunter SPD-Chefin Katrin Budde, Flyer verteilt. „Fordern Sie Ihre Genossen auf, die vorliegenden Argumente gegen die Sparpläne endlich zur Kenntnis zu nehmen“, war darin zu lesen. „Erinnern Sie daran, welch verheerende Außenwirkung die Umsetzung ihrer Ziele haben würde.“ Kürzungen hätten große Folgen beispielsweise für die Händelfestspiele. „Zeigen Sie, dass die Sozialdemokratische Partei Deutschlands auch 150 Jahre nach ihrer Gründung für allgemein zugängliche und demokratisch getragene Kultur steht – und nicht für blinden Sparwahn mit geringem Effekt und großem Schaden!“

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