HP-Schale auf dem Markt abtransportiert, Ostmoderne-Denkmal geplant

12. September 2014 | Kultur | 2 Kommentare

Zwei Monate lang stand eine sogenannte „HP-Schale“ auf dem Marktplatz. Sie sollte für das Neustadt-Jubiläum in diesem Jahr werben.
hp schale
Am Freitag nun wurde die riesige Betonschale wieder abtransportiert. Sie wird jetzt in Halle-Neustadt zwischengelagert. Im kommenden Jahr soll sie, so der Vorschlag der Stadtratsfraktionen SPD und Die Linke / Die PARTEI, Bestandteil eines Denkmals zur Ostmoderne werden. Auf diese Weise soll die moderne Architektur und Baukonstruktion in Halle-Neustadt gewürdigt werden. Bis Ende März 2015 soll die Stadtverwaltung Vorschläge unterbreiten.

„Während der 60er und 70er Jahre entstanden in Halle-Neustadt Prototypen von Gesellschaftsbauten, die exemplarisch für systemüberdauernde Modernität stehen und hundertfach nachgebaut wurden, deren Strahlkraft bis nach Australien reichte. Das Erscheinungsbild von Halle-Neustadt wäre ein anderes, ohne diese schalengedeckten Unikate“, begründen die beiden Fraktionen ihren Antrag, über den der Stadtrat Ende September entscheiden soll.
Schale1
Im Mittelpunkt sollen dabei die HP-Schalen stehen, entwickelt von “Schalenmüller” noch ein Begriff. Der Architekt und Ingenieur Herbert Müller entwickelte die Hyperbolischen Paraboloid-Schalen, aus denen viele DDR-Schulturnhallen bestehen, die sogenannten Delta-Kindergärten, aber auch die Fußgängerbrücke am Riebeckplatz beruht auf dem HP-Schalen-Prinzip.

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