Grafikerin Franca Bartholomäi aus Halle mit dem Landes-Kunstpreis ausgezeichnet

7. Dezember 2013 | Kultur | Keine Kommentare

Die in Halle (Saale) lebende Grafikerin Franca Bartholomäi wurde am Samstag während eines Festakts in der Moritzburg mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.

Der Preis sei eine große Anerkennung, so Bartholomäi. Nun würden die eigenen Erwartungen an sich selbst weiter steigen. Die Auszeichnung sei aber auch eine Würdigung der Druckgrafik. „Es tut der Grafik gut, wenn sie in den Fokus gerückt wird.“ Sie habe es nicht leicht neben der Malerei und dem medialen Flimmern. Zu ihrem künstlerischen Werdegang sagte sie: „Ich wollte mir ein Stück eigene Fantasiewelt bewahren.“ Sie sei im Inneren noch immer das kleine zeichnende Mädchen.

„Franca Bartholmäi greift in ihrem Werk auf einzigartige Weise auf die narrative Tradition des Holzschnitts in der europäischen Kulturgeschichte zurück, die von den Holzschnitten Dürers bis zu denen der Brücke-Künstler reicht. Die Bildräume der Holzschnitte Franca Bartholomäis sind von ebenso anziehender wie verstörender Vielschichtigkeit und Dimensionalität“, heißt es in der Begründung der Jury.

Die Künstlerin wurde 1975 in Hohenmölsen geboren, studierte Grafik an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Halle/Saale. Sie war Gewinnerin zahlreicher Stipendien und Förderpreise. So gewann sie u.a. den Wettbewerb zur Neugestaltung des Katharinenaltars im Dom zu Magdeburg und den ersten Preis der Hauptjury der 16. Internationalen Grafik-Triennale in Frechen.

Neben vielen Ausstellungsbeteiligungen – wie im Jahr 2010 im Wilhelm-Hack-Museum Ludwigsburg – konnte Franca Bartholomäi ihr Werk auch in einigen Einzelausstellungen präsentieren. So stellte sie im Forum für Malerei sowie in der Galerie am Domplatz in Halle ebenso aus wie in der Stage Back-Gallery in Shanghai oder in der Galerie Gates of Eden, Collection Merkel in Mannheim.

Der Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird in diesem Jahr zum 13. Mal verliehen. Die Jury setzte sich aus Michael Freitag, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg; Dr. Annegret Laabs, Leiterin des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg; Manon Bursian, Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt; Daniel Priese, Vorstand des Berufsverbandes Bildender Künstler Sachsen-Anhalt e.V.; Dr. Andreas Hüneke, Mitglied des Kunstbeirates, und Prof. Thomas Rug, Kunstpreisträger des Landes Sachsen-Anhalt 2011, zusammen. Die Preisträger seit 1992: Ludwig Ehrler (1992), Christina Brade (1993), Manfred Gabriel (1994), Meinolf Splett (1995), Gertraud Möhwald (1997), Olaf Wegewitz (1999), Irmtraud Ohme (2001), Helmut Brade (2003), Steffen Kroll (2005), Otto Möhwald (2007), Marie-Luise Meyer (2009), Thomas Rug (2011).

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