Gedenken an den Volksaufstand vor 68 Jahren

17. Juni 2021 | Kultur, Soziales, Veranstaltungen | 3 Kommentare

Die Stadt Halle (Saale) und die „Gedenkstätte Roter Ochse Halle“ für heute um 10 Uhr, in den Innenhof der Gedenkstätte eingeladen. Anlass war der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der DDR, dessen Opfer heute gedacht wurde.

Zunächst richtete die Beigeordnete der Stadt für Kultur und Sport, Dr. Judith Marquardt einige Worte an die Besucher und würdigte das Geschehen von vor 68 Jahren und den Mut all derjenigen, die auf die Straße gegangen waren. Die Gedenkstätte sei daher ein wichtiger Ort um uns auch heute noch den Wert der Demokratie, in der wir leben, vor Augen zu führen.

Am 17. Juni 1953 waren tausende Menschen an verschiedenen Orten in der DDR auf die Straße gegangen. Unter anderem hatten sich auch in Halle große Menschenmassen am Hallmarkt, auf dem Marktplatz und vor den Toren des Roten Ochsen zusammengefunden. Dort hatten sie auch für die Freilassung politischer Gefangener und gegen das SED-Regime demonstriert. In der Folge war das sowjetische Militär aufmarschiert und hatte den Aufstand blutig niedergeschlagen. Viele Menschen starben. Viele weitere wurden verhaftet und einige sogar zum Tode verurteilt.

Der stellvertretende Leiter der Gedenkstätte “Roter Ochse”, Dr. André Gursky, erklärte, dass der Aufstand damals nahezu totgeschwiegen wurde und die nachfolgenden Generationen über die tatsächlichen Geschehnisse belogen wurden. Erst durch Fotos, die im Zuge der Aufarbeitung der Stasiunterlagen in den 90er Jahren wieder zutage gefördert wurden, war eine nachträgliche Aufarbeitung des Geschehens möglich. Der 17. Juni sei deshalb ein Zentrum unserer demokratischen Geschichte.

“Heute sehen wir vergleichbare Bilder aus Belarus, Myanmar und auch Hongkong. Menschen gehen für Demokratie und Freiheit auf die Straße und werden dafür verfolgt. Es ist daher umso wichtiger, die geschichtlichen Ereignisse zu erinnern!”, so Gursky.

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