CDU-Bundestagskandidat protestiert gegen Kulturabbau in Sachsen-Anhalt

17. September 2013 | Kultur | 4 Kommentare

Die Zukunft der Theaterlandschaft in Halle erreicht nun auch den Bundestagswahlkampf. Oberbürgermeister Bernd Wiegand fürchtet eine Zahlungsunfähigkeit und will deshalb ein Insolvenzverfahren durchführen.

Brunnen am Opernhaus

Der CDU-Kandidat Christoph Bergner, einst Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, warn davor, die mühsam verhandelten Haustarifverträge innerhalb der Theater-, Oper- und Orchester GmbH durch dieses Insolvenzverfahren zur Disposition zu stellen. Dies könnte zu einem kulturpolitischen Desaster führen. „Ich finde den geplanten Umgang mit den Haustarifverträgen blamabel und rechtlich fragwürdig. Schwerer wiegt der zu befürchtende Scherbenhaufen in unserer Kulturlandschaft, der am Ende des von der Stadt verfolgten Prozesses erwartet werden muss.“

Bergner fordert die Landesregierung auf, das beste Orchester des Landes als kulturelle Visitenkarte Sachsen-Anhalts nicht zum Niveauabbau zu verurteilen. „Das hallesche Orchester muss seinen A-Status behalten. Dies liegt im wohlverstandenen Interesse des Landes und muss von der Landesregierung ermöglicht werden“, sagte Bergner. In einem ersten Schritt sollte das Ultimatum des Landes an die Stadt, ein Strukturkonzept bis zum 30. September 2013 vorzulegen, aufgehoben werden. Die Zuschüsse des Landes sollten um die aktuellen Tarifaufwüchse erhöht werden.

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