Bühnenwerkstätten produzieren Mund-Nase-Masken für die Riebeck-Stiftung

30. März 2020 | Kultur | 1 Kommentar

Der Geschäftsführer der Theater, Oper und Orchester GmbH Stefan Rosinski und der Vorstand der Paul-Riebeck-Stiftung Andreas Fritschek haben sich über eine Kooperation zur Herstellung von Mund-Nase-Masken geeinigt. In der spiel- und probenfreien Zeit nutzen die Kostümwerkstätten unter Leitung von Cordula Erlenkötter die vorhandenen Kapazitäten, um einen entsprechenden Prototyp in Serie herstellen zu können. Laut Aussage der Paul-Riebeck-Stiftung besteht ein Bedarf von ca. 4.000 solcher Schutzmasken.

„In dieser besonderen Zeit freuen wir uns über besondere Ideen. Die Produktion von Mund-Nase-Masken ist eine solche. Sie entstehen aus einem dreitägigen Baumwollstoff und sind waschbar. Eine Mitarbeiterin der Paul-Riebeck-Stiftung hat die dafür benötigten 1.600 Meter Gummizug in verschiedenen Läden der Stadt gekauft. Wir sind gespannt auf das Ergebnis und sagen vorab danke. Die bei uns lebenden Bewohner gehören durchweg zur Risikogruppe. Sie und unsere Mitarbeiter verdienen den besten Schutz, den wir bieten können.“ so Andreas Fritschek

Normalerweise wird Popeline für Herren-Hemden genutzt. Es gibt eine Warteliste für 11.000 Meter Gummizug, aber Dank des Einsatzes der Mitarbeiterin der Paul-Ribeck-Stiftung werden nun die benötigten 1.600 Meter Gummizug zur Verfügung stehen.

„Die Kostümwerkstätten der Bühnen Halle mussten sich nicht erst lange bitten lassen, als der Versorgungsnotstand der Paul-Riebeck-Stiftung an sie heran getragen wurde. In dieser für uns unfreiwilligen Spielpause helfen wir gern und unbürokratisch. Und wir freuen uns, damit ein Stück weit unserem öffentlichen Auftrag gerecht werden zu können, wenn auch in nie geahnter Form.“ freut sich Stefan Rosinski.

Die Paul-Riebeck-Stiftung ist eine traditionelle kommunale Einrichtung zur Pflege und Förderung älterer und behinderter Menschen. 1894 gegründet, bündelt sie heute sämtliche fachliche und soziale Kompetenzen auf den Gebieten der Altenpflege und Behindertenhilfe. Mit sanierten denkmalgeschützten Häusern inklusive liebevoll gepflegter Parkanlagen aber auch neu errichteten Häusern integrieren sich vier Altenpflegeheime und zwei Einrichtungen der Behindertenhilfe in die südliche Innenstadt Halles.

Hinzu kommen barrierefreie Wohnungen, eine Begegnungsstätte und unterschiedliche mobile Angebote. Damit bietet die Paul-Riebeck-Stiftung Lösungen für unterschiedlichste Lebenslagen. Rund 1.500 Menschen nehmen die Leistungen der Stiftung täglich in Anspruch.

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