29 Premieren geplant: Bühnen Halle starten mit Open Air in die neue Spielzeit

8. September 2014 | Kultur | 1 Kommentar

In wenigen Tagen beginnt die neue Spielzeit der Hallesche Bühnen. 29 Premieren stehen in den kommenden 12 Monaten auf dem Programm der Theater, Oper und Orchester GmbH (TOO) mit Thalia Theater, neuem theater, Puppentheater, Oper und Staatskapelle.

Brunnen am Opernhaus

Brunnen am Opernhaus


Am 28. September wird ab 15 Uhr zum Spielzeitauftakt mit einem Open Air vor der Oper eingeladen. Opern-Intendant Axel Köhler stimmt alle Interessierten auf die neue Saison ein. Die musikalischen Beiträge gestalten Kammersängerin Romelia Lichtenstein, Anke Berndt, Sandra Maxheimer, Gerd Vogel, Ki-Hyun Park, Ulrich Burdack, der Chor der Oper Halle, der Kinder- und Jugendchor der Oper Halle und die Staatskapelle Halle unter der Leitung von Generalmusikdirektor JosepCaballé-Domenech, Andreas Henning und Ingo Martin Stadtmüller. Um 19.30 Uhr hebt sich dann der Vorhang zu der ersten Premiere in der Oper mit dem Welthit »West Side Story«. Dabei kann man sich auf das Wiedersehen mit dem diesmal auchsingend in Aktion tretenden Ballett Rossa freuen.

Die eigentliche Saison der TOO geht aber schon am 26. September mit „Der Besuch der alten Dame“ im Puppentheater Halle los. Im Februar 2015 wird Verdis “Macht des Schicksals” in der Inszenierung von G.H. Seebach und unter der musikalischen Leitung von GMD Josep Caballé-Domenech an der Oper gezeigt. Mit der Kinderoper “Brundibár” von Heinz Krása gestaltet der in der Spielzeit 2013/2014 neu gegründete Kinder- und Jugendchor der Oper sein eigenes Opernprojekt. Mit “Phaedra” von Hans Werner Henze und der Jazz-Operette “Ball im Savoy” präsentiert die Oper Halle zwei Hallesche Erstaufführungen.

Das Ballett Rossa präsentiert mit “Schwanensee” einen Klassiker der Ballett-Literatur in der Inszenierung und Choreografie von Ralf Rossa und mit “Messias” die Uraufführung eines Balletts zu der Musik des Sohnes der Stadt, Georg Friedrich Händel.

Im Schauspiel setzt der künstlerische Direktor Matthias Brenner mit seinem Team die erfolgreiche Arbeit des Schauspiels mit insgesamt 10 Premieren fort. Neben eigenen Regie-Arbeiten von Matthias Brenner werden die Haus-Regisseure Henriette Hörnigk und Jörg Steinberg ebenso den Spielplan prägen wie namhafte Gastregisseure, darunter Wolfgang Engel, Jo Fabian und Matthias Thieme. Besonders hervorgehoben sei hier die Inszenierung “Der Spiegel im Spiegel” von Michael Ende in der Regie, Choreografie und Ausstattung von Jo Fabian und die vielerorts erfolgreich aufgeführte Komödie “Männerhort” von Kristof Magnusson in der Inszenierung von Matthias Thieme.

Nis Søgaard inszeniert erstmalig im Puppentheater Halle das Stück “Jorinde und Joringel” nach dem Märchen der Brüder Grimm und nach “Madame Bovary” (Regie: Kalma Streun) bildet die Uraufführung mit dem Arbeitstitel “Das Treffen der Bauredner” von Dennis Cooper in der Inszenierung der französischen Choreographin und Regisseurin Gisèle Vienne den fulminanten Abschluss der Saison. Diese Produktion entsteht in zwei Fassungen – einer deutschsprachigen und einer englischen für internationale Gastspiele. “Das Treffen der Bauchredner” ist bislang nach New York, Los Angeles, Krakau, Paris und in die Schweiz eingeladen.

Das Thalia Theater setzt unter der künstlerischen Leitung von Matthias Brenner in Zusammenarbeit mit Christoph Werner mit seinem Spielplan auf die Mischung von Stücken für Kinder und Jugendliche in verschiedensten Formaten. In der Oper wird das Musical “Fame – Der Weg zum Ruhm” in der Regie von Matthias Brenner seine Premiere erleben und zum Abschluss der Saison kommt im Mai “Industriegebietskinder” – eine Zusammenarbeit des Thalia Theaters Halle, des Theaters Strahl Berlin und des Kinder und Jugendtheaters Dortmund zur Uraufführung. Alle drei Städte haben in jüngster Vergangenheit den Wandel von Industriemetropolen zu Industriebrachen erlebt. Basierend auf recherchiertem Material werden zu diesem Thema drei Stücke geschrieben, die im Mai 2015 präsentiert werden und anschließend an den kooperierenden Theatern gastieren.

Doch geplagt werden Halles Bühnen von Finanzsorgen. So klafft in der neuen Spielzeit durch die sinkenden Landeszuschüsse von 2,9 Millionen Euro ein großes Loch. Deshalb sollen bis Sommer 2015 bis zu 60 Stellen abgebaut werden. 2019 sollen dann bei den Halleschen Bühnen noch 419 Beschäftigte arbeiten. Derzeit sind es 532. Ohne Subventionen würde jede Theaterkarte 180 Euro kosten, geht aus dem Wirtschaftsplan der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle hervor. Gerechnet wird mit 270.000 Zuschauern in der neuen Spielzeit.

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