Die andere Meinung

7. April 2020 | Glosse | 25 Kommentare

Herr Prof. Drosten oder Herr Prof. Wiehler vom Robert-Koch-Institut geben den Ton an und präsentieren die neuesten angsterzeugenden Erkentnisse in Bezug auf Corona und Herr Spahn handelt. Dann geht es die Befehlskette runter bis auf die kommunale Ebene. Es herrscht das Tina-Prinzip, das heißt, es gibt keine Alternative. Eine andere Meinung wird diffamiert und medial platt gebügelt. Der ganze drehbuchartige Ablauf ist in einem Strategiepapier des Bundesinnenministeriums ausgearbeitet. Die Auswirkungen sind schon jetzt für viele Menschen nicht nur spürbar, sondern verheerend.

Es geht hier nicht darum irgendwelche Verschwörungstheorien zu verbreiten (obwohl es seit Menschengedenken Verschwörungen gibt). Aber es gibt weltweit Mediziner und Wissenschaftler, die zumindest auf eines hinweisen: Die Datenlage im Hinblick auf das „neuartige“ Virus ist völlig ungeklärt und unzureichend, um dessen Gefahr wirklich abschätzen zu können.

Zu den nackten Zahlen, die verbreitet werden, gibt es keine Referenzzahlen, keine Basis. Zum Beispiel die allgemeine Mortalitätsrate im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Oder Zahlen zur Verbreitung und Auswirkung der jährlichen Grippewellen (in den neben Influenza- auch Corona-Viren eine Rolle spielen), die es sogar auf den Seiten des Robert-Koch-Institutes gibt, die aber im Zusammenhang mit Corona nicht genannt werden. Oder das Verhältnis von positiv Getesteten zur Anzahl der Tests (eine Vervielfachung der Tests ergibt zwangsläufig eine Erhöhung der Infizierten, zumal nur im Umfeld von Infizierten getestet wird). Oder – wie genau sind denn diese Tests, gibt es da eine Fehlerquote von wieviel Prozent?

Das RKI hat jüngst Pathologen davor gewarnt, Covid-19 verstorbene zu obduzieren. Das sei zu gefährlich. Aber ein guter Pathologe weiß um die Gefahr. Vielleicht hatte er schon einen HIV-Infizierten auf seinem Tisch, oder einen an Ebola Verstorbenen. Aber genau das würde die Einschätzung der Lage um ein Vielfaches erleichtern. Das RKI nimmt in seine Statistik alle Fälle auf, die sowohl AN als auch MIT Corona verstorben sind, wie Prof. Dr. Lothar Wieler am 20. März 2020 ausführte . Diesen kleinen aber feinen Unterschied aber könnten Pathologen feststellen. Stellte sich heraus, dass 0% AN Corona verstorben sind, wären sämtliche Katastrophen-Maßnahmen hinfällig. Stellte sich aber ein sehr hoher Anteil heraus, könnte man über weitere Maßnahmen angemessen nachdenken, auch in der Stadt Halle. – Aber genau das will niemand wissen, auch nicht das RKI.

Auf der Seite Swiss Propaganda Research kommen jene Stimmen zu Wort, die im shutdown und der allgemeinen Katastrophenstimmung kein Gehör finden. Da gibt es den Stanford-Professor John P.A. Ioannidis, oder den deutschen Virologen Hendrik Streeck, oder den Rechtsmediziner Prof. Klaus Püschel im Institut für Rechtsmedizin des UKE, oder Dr. Wolfgang Wodarg, der schon die Schweinegrippe sehr treffend analysiert hat. Oder der international sehr renommierte Professor Dr. Sucharit Bhakdi, der einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben hat.Und das sind nur wenige der kritischen Stimmen. Warum findet in der Öffentlichkeit oder auch in medizinischen Kreisen keine fundierte Debatte darüber statt?

Das TINA-Prinzip ist falsch. Es gibt immer Alternativen und Handlungsspielräume, auch in einer pandemischen Krise. Wir leben noch in einer Demokratie. Wenn das alles aber so neu und einzigartig ist, dann sollten sich Fachleute über den richtigen Umgang mit diesem Virus streiten und auseinandersetzen. Vom Streit – im positiven Sinne – lebt die Wissenschaft.

Viren sind ein Teil unseres Lebens, sie begleiten uns auf Schritt und Tritt und wollen uns nicht umbringen, sondern sich in uns wohl fühlen und leben. Der Mensch ist für diese Welt ja auch so eine Art Virus. Vielleicht sollten wir vor uns selbst mehr Angst haben als vor Coronamutationen.

ohnzorn

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Ansicht von 21 Beiträgen - 1 bis 21 (von insgesamt 21)
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  • #372798

    Herr Prof. Drosten oder Herr Prof. Wiehler vom Robert-Koch-Institut geben den Ton an und präsentieren die neuesten angsterzeugenden Erkentnisse in Bez
    [Der komplette Artikel: Die andere Meinung]

    #372799

    Spahn irgentwelches Handeln zu unterstellen, ist üble Nachrede. Seid Dezember starrt er auf Corona wie ein Spahninchen auf die Schlange, und macht nichts Keine Schutzmaskenproduktion, keine Produktion von Desinfektionsmittel, nichts hat er angestoßen, der zukünftige Kanzler par Exellenz.

    #372800

    Und Viren leben nicht. Es sind Partikel, keine „Lebewesen“.

    #372801

    @ringelblume
    Aber überleben oder eben weiter existieren wollen sie schon. Oder warum sind sie so anpassungsfähig?

    #372802

    Es sind multiplikationsfähige Krankheitserreger. Wie beispielsweise Prionen auch. Ob man sie als „Lebewesen“ betrachten will, die man „töten“ muss, oder verselbstständigte Schadgene, die es gilt, unschädlich zu machen, also zu inaktivieren, ist in dem Zusammenhang Streit um Kaiser’s Bart.

    #372803

    „Wollen“ ist eine menschliche Kategorie. Sie werden eben repliziert. Computerviren auch. Die haben auch keinen eigenen Willen (nur die, die sie gemacht haben).
    Die Auseinandersetzung mit Viren (und ihrer Variabilität) gehört zur Evolution. Auch die Strategien, mit denen wir uns gegen sie zur Wehr setzen.
    Die „natürliche“ Auseinandersetzung (Evolution) würde bedeuten, einige überleben und viele sterben. Wir als Menschen (Zivilisation) haben zum Glück noch andere Strategien, derzeit die Eindämmung. Das ist bisher global nicht getestet, verschiedene Länder gehen da unterschiedliche Wege. Ob Schweden mit seiner Strategie besser fährt, wird sich zeigen. Aber innerhalb eines Landes kann es nur eine Strategie geben, sonst funktioniert es nicht. Das kann man kritisieren und diskutieren, aber anders geht es nun mal nicht. Derzeit heißt es „try and error“.

    #372804

    Aber innerhalb eines Landes kann es nur eine Strategie geben, sonst funktioniert es nicht.

    Das kann man unterschreiben, aber nur, wenn das Land komplett abgeschottet wird. Das ist auch unrealistisch. Zur Zeit fährt sogar jedes Bundesland seine eigene Strategie, da wird es dann bekloppt.

    #372806

    teu

    Es sind multiplikationsfähige Krankheitserreger. Wie beispielsweise Prionen auch. Ob man sie als „Lebewesen“ betrachten will, die man „töten“ muss, oder verselbstständigte Schadgene, die es gilt, unschädlich zu machen, also zu inaktivieren, ist in dem Zusammenhang Streit um Kaiser’s Bart.

    Nehmen wir mal an, dieser, also der unsrige, Planet lebt und kann denken.
    Was würde er tun?
    Niemand wird uns vermissen.

    #372816

    Dann gibt es aber kein „Niemand“ mehr, der etwas vermisst. Also was soll diese Aussage?

    #372819

    Der Mensch ist der Hirte des Seins.

    #372828

    Der Autor hört keinen MDR, sonst wüßte er, das der mitteldeutsche Corona Papst https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_S._Kekul%C3%A9 ist, und würde ihn wenigstens erwähnen.

    #372832

    Guter Artikel, der mein inneres nur bestätigt.

    #372840

    Der Mensch ist der Hirte des Seins.

    Jetzt wird auch noch geheideggert….

    Karfreitag ab eins, macht der gute Hirte Seins.

    #372859

    ….auch vor zehn soll es schon gehn….

    #373183

    Während wir uns in Halle die Köpfe zerbrechen, wie wir die Ausgangsbeschränkungen unterwandern können, habe ich gerade von meiner in Kapstadt lebenden Tochter erfahren, dass es dort eine absolute Ausgangssperre gibt und Zuwiderhandlungen strengstens bestraft werden.

    #373187

    Nachdem ich jetzt den langen Beitrag vom Schweizer Arzt, Prof.Dr.Dr.Paul Robert Vogt gelesen haben denke ich, die Afrikaner machen es richtig.

    #373266

    , die Afrikaner machen es richtig.

    Wer sind „die Afrikaner“ ?

    #373267

    Wenn du diesen Beitrag hier meinst:

    https://www.theeuropean.de/paul-robert-vogt/coronakrise-falsche-politik-hat-die-pandemie-nach-europa-gebracht/

    Wirklich lesenswert. Danke für den Hinweis.

    #373268

    Der Artikel beschreibt sehr exakt was und warum es so ist wie es ist: das vollständige Versagen der vorsorgenden Gesundheitspolitik und das Ignorieren der Wissenschaft. Jeden einzelnen Satz kann man unterschreiben. Das nützt bei der Lösung der gegenwärtigen Krise aber nur bedingt. Nach geschätzter Durchsuchung von 1% bräuchten wir gemessen an der Dauer der bisherigen Einschränkungen und der damit verbundenen Verlangsamung der Infektionskette etwas 6-7 Jahre, um auf ca. 70% Herdenimmunität zu kommen. Es sei denn, es kommt ein Impfstoff. In Oxford wird wohl gerade ein schon bestehender Impfstoff adaptiert und sollte es klappen, wäre dieser in 5 Monaten zulassungsreif.

    #373273

    Ja was denn nun, Stadt_für_Kinder, natürlich nützt das, was der Schweizer Prof hier schreibt. Was meinst du denn, warum er sich da so aus dem Fenster lehnt. Andere haben sie dafür schon geächtet. Im Mittelalter, wo wir bekanntlich nicht mehr sind, wurden sie dafür verbrannt oder gekreuzigt (aber nicht verehrt). Es macht mich einfach fassungslos zu lesen, was da alles bekannt war. Es gibt unzählige Katastrophenfilme. In jedem wird erzählt, dass die Warnungen nicht erhört wurden, und auch die Schuldigen werden immer benannt. Auch der Prof nennt die schuldigen. Wir wissen einfach zu wenig und die Medien tragen da eine Menge Schuld. Bestreiten sie aber. In der „Ständigen Publikumskonferenz kann da jede menge gelernt werden, sind aber in aller Regel nur Verschwörungstheorien.

    #373329

    Aber innerhalb eines Landes kann es nur eine Strategie geben, sonst funktioniert es nicht.

    Das kann man unterschreiben, aber nur, wenn das Land komplett abgeschottet wird. Das ist auch unrealistisch. Zur Zeit fährt sogar jedes Bundesland seine eigene Strategie, da wird es dann bekloppt.

    Braucht nicht der Corona- Antivirus den internationalen Austausch, um seine optimale Form zu finden?

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