Zu wenig Schüler: Grundschulen Frieden, Radewell, Nietleben und Dölau gefährdet

1. November 2013 | Bildung und Wissenschaft | 2 Kommentare

Wegen sinkender Schülerzahlen sind in den halleschen Stadtrandbereichen in den nächsten Jahren gleich vier Grundschulen in ihrem Bestand gefährdet. Betroffen sind die Einrichtungen in Nietleben, Radewell, Dölau sowie Frieden in Ammendorf.

Grund sind Vorgaben des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt. Demnach müssen Grundschulen in den Großstädten mindestens 80 Schüler haben. Nietleben, Radewell und Frieden würden schon im Schuljahr 2017/18 unter die Grenze fallen, Dölau zum Schuljahr 2020/21. Zu diesen Ergebnissen kommt die Stadtverwaltung im Schulentwicklungsplan nach Analyse der Geburtenzahlen.

Aus diesem Grund ist vorgesehen, die Grundschule „Frieden“ in Halle-Ammendorf zum Schuljahr 2017/18 mit der Grundschule Radewell zu fusionieren, um zumindest eine Schule zu erhalten. Der Unterricht soll dann im Schulgebäude in der Regensburger Straße in Radewell stattfinden. Das Gebäude der Friedenschule in der Karl-Pilger-Straße wird dann nicht mehr gebraucht.

Um die Bestandsfähigkeit der Grundschule Nietleben zu erhalten, soll diese zum Schuljahr 2017/18 vom Waidmannsweg in die Hemingwaystraße 1 umziehen und dort das Gebäude der Sekundarschule „Heinrich Heine“ mitnutzen. Zugleich sollen dann in Neustadt die Schulbezirke verändert werden, damit mehr Kinder im Einzugsbereich leben. Das hat aber Folgen für andere Grundschulen in Neustadt. Zum Schuljahr 2016/17 soll die Grundschule „Wolfgang Borchert“ mit der Grundschule am Zollrain am Standort Harzgeroder Straße 63 fusionieren. Das Gebäude der Borchert-Schule will die Stadt dann für ein Förderschulzentrum nutzen, das gibt die Stadt als einen Grund an. Die zweite Argumentationslinie lautet, die Zusammenlegung „soll unter wirtschaftlichen Aspekten“ erfolgen.

Bereits zum Schuljahr 2014/15 sollen die Schulbezirke der Neustädter Grundschulen Lilien und „Rosa Luxemburg“ geändert werden. Lilien soll Straßen im Einzugsbereich abgegeben, damit Luxemburg mehr Schüler bekommt und bestandsfähig bleibt. Auch die Auenschule im Süden der Stadt soll ein paar Straßen zusätzlich in den Einzugsbereich bekommen, um Bestandsfähig zu bleiben. Dafür muss dann die Grundschule Südstadt federn lassen.

Zur Grundschule Dölau gibt es noch keine Aussagen. Dafür hat die Stadt in anderen Vierteln sogar mit steigenden Schülerzahlen kämpfen. Deshalb soll die Grundschule „Gotthold Ephraim Lessing“ einen Hortneubau auf dem Schulgelände bekommen, damit mehr Unterrichtsräume frei werden. Bei der Grundschule „Karl Friedrich Friesen“ soll ein Auszug des Horts oder möglicherweise ein Komplettumzug der Schule geprüft werden.

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