Weniger Studenten in Sachsen-Anhalt, deutlicher Erstsemester-Rückgang in Halle

27. November 2014 | Bildung und Wissenschaft | 3 Kommentare

Die Zahl der Studenten in Sachsen-Anhalt ist erstmals seit Jahren leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren zu Beginn des Wintersemesters 54.530 Studenten eingeschrieben.

Das ist ein Rückgang von 2,5 Prozent bzw. 1.424 Studierenden gegenüber dem Wintersemester 2013/14, im dem das Niveau des Vorjahres noch gehalten
erden konnte.

Die Zahl der Studierenden, die sich zum ersten Mal an einer Hochschule eingeschrieben haben, sank ebenso wie die der Studienanfänger im 1. Fachsemester um etwa 10 Prozent. Trotz der rückläufigen Tendenz wurden im Studienjahr 2014 die Vorgaben aus dem Hochschulpakt 2020 erfüllt. Nur die beiden Kunsthochschulen und die Fachhochschulen Merseburg und Anhalt haben einen Zuwachs an Studienanfängern zu verzeichnen. Der Löwenanteil am Rückgang ist an der Martin-Luther-Universität zu verzeichnen. Dort wurden zum Wintersemester weitere Studienangebote mit einer Zulassungsbeschränkung seitens der Hochschule versehen.

Betrachtet man die gesamten Studierenden nach ihrer Herkunft, sind nur die deutschen Studierenden rückläufig. Bei den ausländischen Studierenden ist der Ansturm ungebrochen (+ 433). Bei den Ersteinschreibungen ist es ein Zuwachs von 16,2 Prozent (+ 260).

An den beiden Universitäten sind gut 60 Prozent und an den 4 Fachhochschulen zusammen 36,8 Prozent aller Studierenden eingeschrieben. Jeder Dritte Studierende ist in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, jeder Fünfte in den Ingenieurwissenschaften und jeder Sechste in Sprach- und Kulturwissenschaften eingeschrieben. Die Männer haben mit 51,0 Prozent im Geschlechtervergleich knapp die Nase vorn.

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