Weitere Unruhe im Schulwesen!

14. November 2018 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Das Bildungsministerium teilt dazu mit: Sachsen-Anhalt vollzieht einen weiteren Schritt der Oberstufenreform. Die Anpassungen waren notwendig geworden, weil die Kultusministerkonferenz verbindliche strukturelle Rahmenbedingungen für die künftigen Abiturjahrgänge in Bezug auf den Abiturjahrgang ab 2021 vereinbart hat. 2016 waren Einbringungsverpflichtungen sowie Fächerbindungen bei der Prüfungsanwahl angepasst worden. „Mit der neuen Oberstufenverordnung gehen wir einen weiteren Schritt hin zu mehr Vergleichbarkeit beim Abitur in Deutschland. Ob Magdeburg oder Mainz, ob Halle oder Hannover, die Rahmenbedingungen beim Abitur werden deutlich vergleichbarer. Das ist eine gute Nachricht“, erklärte Bildungsminister Marco Tullner.

Im Kern der neuen gymnasialen Oberstufe stehen künftig zwei Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau, die jeweils fünfstündig unterrichtet werden sowie vier Fächer, die auf grundlegendem Anforderungsniveau dreistündig unterrichtet werden. Bisher wurde sowohl das grundlegende als auch das erhöhte Anforderungsniveau jeweils vierstündig unterrichtet. Zusätzlich soll es ein zweites Wahlpflichtfach geben. Die Einbringungsverpflichtung von Kurshalbjahresergebnissen erfolgt künftig in der Spanne von 36-40. Die Obergrenze von 40 Einbringungsverpflichtungen war eine der Vorgaben der Kultusministerkonferenz.

„Wir haben uns ganz bewusst für ein Modell entschieden, das bereits einige andere Bundesländer gewählt haben und das darüber hinaus in der Öffentlichkeit eine hohe Akzeptanz genießen wird. In den Fächern mit erhöhtem Anforderungsniveau wird es künftig durch die Erhöhung auf 5 Wochenstunden vertiefender gearbeitet. Gleichzeitig gehen wir beim Abitur durch ein weiteres frei wählbares Wahlpflichtfach weiter in die Breite“, so Tullner.

Der Regierungsentwurf der neuen Oberstufenverordnung wird nun in einer Anhörung breit diskutiert werden. „Schon bei der Erarbeitung der neuen Oberstufen waren wir im Austausch mit Schulen ganz unterschiedlicher Ausrichtung und Größe. Es war mir ein wichtiges Anliegen, gerade kleine Gymnasien nicht vor organisatorische Probleme zu stellen“, sagte Tullner abschließend.

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