Unterrichtsausfall: am Mittwoch streiken die Lehrer an den Schulen in Halle

26. Februar 2013 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Hunderte Lehrer in Halle (Saale) sowie Beschäftigte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein treten am kommenden Mittwoch in den Warnstreik. Von 7 bis 11 Uhr werden sie ihre Arbeit niederlegen. Am Vormittag ist eine Protestkundgebung vor dem Ratshof geplant.

Der Landesvorsitzende der GEW, Thomas Lippmann, will zu den Demonstrierenden sprechen. Lippmann hofft, dass die Pädagogen nicht nur die Gewerkschaftsforderung von 6,5 Prozent mehr Lohn unterstützen sowie einer tarifierten Eingruppierungsregelung für Lehrkräfte, sondern sich auch der Frust über die geplanten Verschlechterungen für die Arbeitsbedingungen der Lehrer Luft verschaffen werde. Finanzminister Bullerjahn wolle die Arbeitszeit und die Klassenstärken erhöhen. „Eine Stunde mehr Unterrichtsverpflichtung wäre eine Lohnsenkung um 4 Prozent“, sagte er. Dadurch werden die tagtäglichen Lehrerleistungen missachtet und das Bildungsangebot verschlechtert. Die Lehrkräfte wollen nicht den bewusst herbeigeführten Lehrermangel bezahlen.

Betroffen vom Streik sind alle staatlichen Schulen in Halle. Das Land muss nach Angaben der halleschen Stadtverwaltung muss eine Notbetreuung gewährleisten, Unterricht wird aber in den meisten Schulen nicht stattfinden. Erste Schulen haben Kinder, Jugendliche und Eltern bereits informiert, darunter die KGS Hutten, das Südstadt- und das Cantor-Gymnasium, die Berufsschule am Hallmarkt, die Johannesschule und die Grundschule Büschdorf. Wie genau die Notbetreuung aussehen wird, ist aber noch unklar.

Print Friendly, PDF & Email
Ein Kommentar

Kommentar schreiben