Panne beim Sanierungs-Startschuss der Turnhalle in der Kastanienallee

2. April 2014 | Bildung und Wissenschaft | 2 Kommentare

Am Mittwoch wurde der offizielle Startschuss für die Sanierung der Turnhalle der Sekundar- und Grundschule Kastanienallee in Halle-Neustadt gegeben. Doch zunächst gab es eine kleine Panne: erst einmal musste der Hausmeister den richtigen Schlüssel holen.

Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann los. Manfred Maas, Chef der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB), übergab an Oberbürgermeister Bernd Wiegand den Förderbescheid. 1,9 Millionen Euro werden investiert. Die Sanierung der maroden Turnhalle ist schon seit Jahren ein Thema.

„Das von der EU geförderte Investitionsprogramm Sachsen-Anhalt STARK III ist bundesweit einmalig. Damit werden Schulen und Kindertagesstätten im Land auf den neusten Stand gebracht und zukunftssicher gemacht“, so Felgner. Die 1968 errichtete Turnhalle hat einen hohen Sanierungsbedarf, der zuletzt sogar zur Sperrung des Gebäudes führte. Feuchtigkeit ließ das Parkett hoch quellen, ungedämmte Fassaden sorgten für Schimmelbefall und sogar die Heizung stammt noch aus der Errichtungszeit. Dies sind einige der Mängel, die nun durch eine komplette Entkernung des Gebäudes und Sanierung behoben werden sollen.
Unter anderem erhält die Turnhalle ein neues Wärmedämmverbundsystem an der Fassade und der Dachaufbau wird mit Dämmung erneuert. Zudem werden Außen- und Innentüren sowie Fenster ausgetauscht und der Sozialtrakt saniert. Die Zweifeldsporthalle wird darüber hinaus mit einem flächenelastischen Sportboden mit Fußbodenheizung und modernen Sportgeräten ausgestattet. Die Wärme- und Abwasser-/Wasserversorgung sowie Lüftungsanlage wird modernisiert. Damit kann das Niveau eines KfW-Effizienzhaus 85 erreicht und bis zu 27 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Die Bedingungen für den Sportunterricht verbessern sich somit künftig für 550 Mädchen und Jungen. Die Bauarbeiten mit einer Gesamtinvestition über knapp
1,9 Millionen Euro sollen in Kürze beginnen und voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zur Finanzierung des Eigenanteils profitiert die Stadt Halle zudem von einem zinslosen STARK III-Darlehen über knapp 568.000 Euro.

„Die Turnhalle `Kastanienallee´ ist eines von insgesamt 65 STARK III-Vorhaben, welche über die Investitionsbank bisher bewilligt wurden. In Summe wurden bereits 56,2 Millionen Euro über die zentrale Förderbank des Landes ausgereicht und damit insgesamt 84,2 Millionen Euro in Schulen und Kindertagesstätten investiert“, unterstreicht IB-Chef Maas.

Stadträte und Verwaltung hatten lange über das Thema Neubau oder Sanierung gestritten. So hatte ein Bauexperte, der für die FDP im Bildungsausschuss sitzt, erklärt, ein Neubau würde eine halbe Million Euro günstiger als eine Sanierung. Die Stadt wiederum erklärte, der Neubau sei um 21.000 Euro günstiger, führe aber zu höheren Folgekosten. Eine Aussage, die letztendlich zur Zustimmung für die Sanierung führte. Wie ein Prüfbericht später klar stellte, wurde gar nicht untersucht, ob ein Neubau günstiger gewesen wäre.

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