Stura macht Gelder für Demo gegen Unterrichtsausfall locker

15. September 2015 | Bildung und Wissenschaft | 10 Kommentare

Der Arbeitskreis „Protest“ des Studierendenrats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat 3.500 Euro für eine Demonstration gegen Unterrichtsausfall bereitgestellt. Die Gelder fließen in Tontechnik, Plakate und Flyer sowie einen Miet-LKW.

„Der Primärzweck der Demo ist mitnichten studentischer Natur. Wir lehnen es ab, dass die Studenten dieser Universität dafür finanziell einstehen sollen“, kritisiert der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Die geplante Veranstaltung gehe auf einen Vorschlag des Stadtelternrates zurück, der dafür mobil machen will, dass ihre Kinder weniger Unterrichtsausfall erleiden. Weil der Elternrat kein Geld hat, hatte man sich dort beim Stura gemeldet.

„Mögen die Ziele eines Antrages noch so edel sein – wir sind davon überzeugt, dass die 7,50 €, die jeder Student pro Semester an die verfasste Studierendenschaft zahlt, nur für studentische Zwecke eingesetzt werden sollen“, so der RCDS. „Geld, das anderweitig verwendet wird, fehlt am Ende für Projekte von Studenten.“

Gestrichen wurde dagegen das Vorhaben, mit 450 Euro auch noch eine Person für die Planung und Organisation der Demo zu bezahlen.

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