Stura macht Gelder für Demo gegen Unterrichtsausfall locker

15. September 2015 | Bildung und Wissenschaft | 16 Kommentare

Der Arbeitskreis „Protest“ des Studierendenrats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat 3.500 Euro für eine Demonstration gegen Unterrichtsausfall bereitgestellt. Die Gelder fließen in Tontechnik, Plakate und Flyer sowie einen Miet-LKW.

„Der Primärzweck der Demo ist mitnichten studentischer Natur. Wir lehnen es ab, dass die Studenten dieser Universität dafür finanziell einstehen sollen“, kritisiert der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Die geplante Veranstaltung gehe auf einen Vorschlag des Stadtelternrates zurück, der dafür mobil machen will, dass ihre Kinder weniger Unterrichtsausfall erleiden. Weil der Elternrat kein Geld hat, hatte man sich dort beim Stura gemeldet.

„Mögen die Ziele eines Antrages noch so edel sein – wir sind davon überzeugt, dass die 7,50 €, die jeder Student pro Semester an die verfasste Studierendenschaft zahlt, nur für studentische Zwecke eingesetzt werden sollen“, so der RCDS. „Geld, das anderweitig verwendet wird, fehlt am Ende für Projekte von Studenten.“

Gestrichen wurde dagegen das Vorhaben, mit 450 Euro auch noch eine Person für die Planung und Organisation der Demo zu bezahlen.

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Dieses Thema enthält 16 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anonym vor 2 Jahre, 2 Monate.

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  • #174317

    Der Arbeitskreis „Protest“ des Studierendenrats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat 3.500 Euro für eine Demonstration gegen Unterrichts
    [Der komplette Artikel: Stura macht Gelder für Demo gegen Unterrichtsausfall locker]

    #174318

    Anonym

    Wo, Wann? (mein Sohn hat Interesse!)

    Schön, auch dass der AK Protest, zu meinen späten Zeiten eingerichtet, immer noch existiert.

    Der Stura ist demokratisch gewählt und hat die Arbeitskreise eingesetzt. Kein Grund also um rumzujammern. da hätten die Wahlen halt anders verlaufen müssen. Sind halt immer die ewigen Nein-Sager vom RCDS,

    Die die Gelder sind da eh viel besser eingesetzt als auf irgendwelchen sauteuren Banker-Buffets vom Börsenkreis oder sinnentleerten Studentenparty. (die sich eigentlich selbst tragen sollten)

    Problematisch finde ich aber die doch sehr konservative Tendenz im StuRa Engagement andauernd bezahlen zu wollen. Bei Ehrenamtlicher Tätigkeit, wird halt nur das gemacht, wofür sich Leute finden und Bedarf da ist, außerdem beugt ehrenamtliche Tätigkeit dem studentischen Berufsfunktionär bzw. studentische Berufspolitiker vor.

    #174319

    Ironischerweise war es ja der Arbeitskreis Protest selber, der jemanden bezahlen wollte, um die Demo zu organisieren – und der AK ist doch mitnichten konservativ. Übrigens ist das immernoch möglich, also mal schauen, ob der AK den Hinweis des Gremiums annimmt, doch vielleicht besser selber die Organisation zu übernehmen.

    #174320

    JAja, die Greise vom RCDS. 😉

    #174321

    Gibt es eine Satzung dieses Gremiums, in welcher festgelegt ist, wofür Gelder zu verwenden sind?

    #174322

    Anonym

    fractus, als was würdest du dann den omnipräsenten M. Pellegrino bezeichnen?

    #174323

    Anonym

    @eissportler

    fractus, als was würdest du dann den omnipräsenten M. Pellegrino bezeichnen?

    Seit etwa 5 Jahren kenne ich keine aktiven Mitglieder der studentischen Selbstverwaltung und studentischen Politik mehr persönlich. Auch nicht den von Dir erwähnten M. Pellegrino. Sorry also, da kann ich nicht mit dienen.

    #174324

    @fractus: Dann gib mal rechts in das Suchfeld den Begriff „Pellegrino“ ein, da wirst du aufgeklärt.

    #174325

    Anonym

    @10010110
    @fractus: Dann gib mal rechts in das Suchfeld den Begriff „Pellegrino“ ein, da wirst du aufgeklärt.

    Wozu?

    #174326
    #174327

    Da kann sich der Stadtelternrat aber freuen, dass einige im StuRa so freudig die Kohle der Studentinnen und Studenten ausgeben. Ich nenne mal die Zahlen:

    – 1.200 € für Tontechnik
    – 900 € für Plakate und Flyer
    – 450 € für einen LKW
    – 500 € für „Sonstiges“

    Ich muss schon sagen, bemerkenswert großzügig kalkuliert.

    Hat der Stadtelternrat tatsächlich so wenig Rückhalt beim eigenen Klientel, dass er für sowas kein Geld hat? Und hat es der StuRa auf der anderen Seite so dicke, dass er die Beiträge von weit über 450(!) Studentinnen und Studenten an der Stelle ausgibt?

    Gut, dass wenigstens der RCDS Vernunft walten lässt und versucht die primären Interessen der Studentinnen und Studenten zu wahren.

    #174350

    Anonym

    @klaus54

    „Ich muss schon sagen, bemerkenswert großzügig kalkuliert.“

    Der Haushalt der Studierendenschaft liegt deutlich oberhalb der 100.000€. Jeder Arbeitskreist hat(te) einen eigenverantworlichen zu verwaltenden Fond. Ich kenne zwar nicht die aktuellen Gepflogenheiten, aber das sind die in der Studierendenschaft üblichen Größenordnungen.
    Sicher kann man über einzelne Posten diskutieren. Ich hätte mir z.B. auch gewünscht, dass die Gewerkschaften (DGB oder GEW) sich führend an der Gestaltung der Proteste auch finanziell beteilitgt hätten. Über hintergrunde kann man angesichts der journalistischen Qualität (lediglich die Wiedergabe einer sehr tendenziösen Pressemitteilung zu einem in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannten Vorgang, fehlende Position des Stadtelternrates/Schülerrates, der Gewerkschaften) allerdings nur spekulieren.

    „Gut, dass wenigstens der RCDS Vernunft walten lässt und versucht die primären Interessen der Studentinnen und Studenten zu wahren.“

    Der RCDS zeigt hier vor allem, dass ihm die Studierenden mit ihren Berufschancen vollständig eqal sind. Hier geht es dem RCDS vor allem Proteste gegen die CDU-geführter Landesregierung zu diskreditieren. Kleinkarierte Parteipolitik zum individuellen Nutzen in der auf CDU-Karriere orientierten Studentenorganisation.

    Proteste gegen Unterrichtsausfall implizieren nun mal die Forderung nach mehr eingestellten Lehrer, die dann in Sachsen-Anhalt die Absolventen eben dieser Hochschule sind. Und Lehrerstudenten gibt es sicher mehr als die von dir erwähnten 450 Studierenden. Und eine ganze Menge von denen will sicher auch in Sachsen – Anhalt bzw. Halle bleiben.

    #174409

    Das war doch der AK der im Audimax gehaust hat oder? Man bleibt sich treu. Auch das Geld für die Antifa ist gut angelegt. Mit dem Geld könnte man sicher einiges Sinnvolleres tun…

    #174445

    Je mehr der Unterricht ausfällt, desto weniger Studenten gibt es.
    Das müsste selbst dem RCDS einleuchten.

    #174556

    Wieviele UNBESETZTE Lehrerstellen gibt es gleich nochmal im Land?

    #174564

    Zu viele… viel zu viele…

    #174587

    Anonym

    nachdem mehrere Generationen von Lehrer-Absolventen ihr Glück ausschliesslich im Westen suchen durften, fehlen heute natürlich Lehrer. Ein hektisches jetzt schreiben wir mal ein paar Lehrerstellen auf (und wundern uns, dass wir sie nicht alle besetzen können) ist die logische Folge. Die Schüler müssen die planerische Unfähigkeit der Kultusbürokratie ausbaden. Die Absolventen sich manche Zukunftsvorstellungen abschminken.
    Grund genug, öffentlich und lautstark eine andere Politik zu fordern.

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