Stadt will Grundschulen Frieden und Nietleben vorerst doch erhalten

23. Dezember 2013 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Der hallesche Stadtrat wird nun vorerst doch nicht über die Schließung der Grundschule Frieden und den Umzug der Grundschule Nietleben nach Neustadt beraten. Die Stadtverwaltung hat den Schulentwicklungsplan abgeändert und die beiden Punkte aus dem Plan genommen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Stadt intern an ihren Plänen festhält und in ein oder zwei Jahren wieder vorlegt.

Ersten Planungen zufolge sollte die Grundschule „Frieden“ in Halle-Ammendorf zum Schuljahr 2017/18 mit der Grundschule Radewell fusionieren. Dies sollte geschehen, um zumindest eine Schule zu erhalten. Der Unterricht sollte im Schulgebäude in der Regensburger Straße in Radewell stattfinden. Das Gebäude der Friedenschule in der Karl-Pilger-Straße würde dann nicht mehr gebraucht. Grund waren sinkende Kinderzahlen. Laut Prognosen der Stadtverwaltung wären beide Schulen zum Schuljahr 2017/18 unter die vom Land vorgegebene Mindestschülerzahl von 80 gefallen. Im letzten Bildungsausschuss hatten Eltern und Schüler protestiert und die Zahlen der Verwaltung angezweifelt.

Vom Tisch ist vorerst auch der Umzug der Grundschule Nietleben. Um deren Bestandsfähigkeit zu erhalten, sollte sie zum Schuljahr 2017/18 vom Waidmannsweg in die Hemingwaystraße 1 umziehen und dort das Gebäude der Sekundarschule „Heinrich Heine“ mitnutzen. Zugleich sollten dann in Neustadt die Schulbezirke verändert werden, damit mehr Kinder im Einzugsbereich leben.

Weiterhin schließen will die Stadt die Grundschule „Wolfgang Borchert“. Diese soll zum Schuljahr 2016/17 mit der Grundschule am Zollrain am Standort Harzgeroder Straße 63 fusionieren. Allerdings soll dies nicht wegen zu wenig Schülern passieren, immerhin gehen hier mehr als 200 Kinder zur Schule. Das Gebäude der Borchert-Schule will die Stadt dann für ein Förderschulzentrum nutzen, das gibt die Stadt als einen Grund an. Die zweite Argumentationslinie lautet, die Zusammenlegung „soll unter wirtschaftlichen Aspekten“ erfolgen. Eine Elternvertreterin übergab im letzten Stadtrat 211 Unterschriften von Kindern, 274 von Eltern und 487 von Nachbarn für den Erhalt der Schule.

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