Stadt will Förderschulen fusionieren

28. Oktober 2013 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Schon 2010 hatte die Stadtverwaltung eine Fusion von Förderschulen vorgesehen. Nach heftigen Debatten im Bildungsausschuss wurden die Pläne damals begraben. Nun folgt im aktuellen Schulentwicklungsplan der nächste Versuch.

So soll Zusammenlegung der beiden Förderschulen mit Ausgleichsklassen „Janusz Korczak“ und „Christian Gotthilf Salzmann“ geprüft werden. Unterrichtet werden sollen die Kinder am Standort Ernst-Hermann-Meyer-Straße 60. Dort befindet sich derzeit die Salzmannschule. Das Gebäude ist, ebenso wie das der Korczak-Schule, dringend sanierungsbedürftig. 4,1 Millionen Euro soll die Instandsetzung kosten.

Geplant ist daneben die Schaffung eines Förderschulzentrums am Standort Wolfgang-Borchert-Straße 40/42 bis zum Schuljahr 2017/18. Hier sollen die Förderschulen für Lernbehinderte Fröbel und Makarenko sowie die Förderschule für Sprachentwicklung „Albert Liebmann konzentriert werden. Vier Millionen Euro soll die Sanierung des Gebäudes, in dem derzeit die Fröbelschule sitzt, kosten. Auch die Häuser der Makarenko- und der Liebmann-Schule müssten saniert werden, 2,9 beziehungsweise 3 Millionen Euro wären nötig. Ausgaben, die bei einer Konzentration an einem Standort wegfallen.

Auch die Sprachheilschule Halle und die Förderschule für Lernbehinderte Comenius könnten fusionieren, die Stadtverwaltung schlägt den Räten eine Prüfung vor. Zumindest aber soll die Sprachheilschule von der Ingolstädter Straße mit an den Standort Freiimfelder Straße 88 ziehen, um dort ein gemeinsames Schulgebäude mit Comenius zu nutzen. Um das alte Schulgebäude der Sprachheilschule in der Südstadt zu sanieren, wären andernfalls 6,2 Millionen Euro nötig, in das Gebäude der Comeniusschule in Halle-Ost müssten 2,3 Millionen Euro gesteckt werden.

Daneben schlägt die Verwaltung vor, dass die Grundschule Auenschule und die Förderschule für Geistigbehinderte „Astrid Lindgren“ künftig ein gemeinsames Gebäude in der Theodor-Neubauer-Straße 14 nutzen. Hier soll ein Neubau entstehen, die Stadt hofft auf Fördermittel aus dem Stark III-Programm.

Mit den Maßnahmen will die Stadtverwaltung einem Rückgang der Schülerzahlen zuvorkommen. So geht die Stadtverwaltung davon aus, dass an der Comeniusschule die Zahl der Kinder von aktuell 142 auf 108 im Schuljahr 2016/17 zurückgeht. An der Sprachheilschule ist es im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 135 auf 95, bei der Liebmannschule von 131 auf 95, bei der Fröbelschule von 109 auf 103, Salzmann von 106 auf 96 und Korczak von 94 auf 87. Im Anschluss werden die Schülerzahlen aber Prognosen zufolge wieder leicht ansteigen.

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