Senat der Uni Halle tagt zu Millioneneinsparungen

24. September 2015 | Bildung und Wissenschaft | 2 Kommentare

Der akademische Senat der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tagt am Freitag zu den vom Land geforderten Millionen-Einsparungen. Die MLU muss auf Grundlage der mit dem Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft abgeschlossenen Zielvereinbarungen ein Konzept vorlegen in dem erklärt wird, wie sich die Hochschule die Einsparungen im Universitätsbudget vorstellt.

Konkrete Institute werden zunächst nicht genannt, was die Grüne Hochschulgruppe Halle. Stattdessen soll in einigen Instituten eine Spezialisierung und neue Schwerpunktsetzung vorgenommen werden. Unklar ist jedoch weiterhin die Zukunft des Institutes für Geowissenschaften und Geographie und der kleinen Fächer; die GHG fordert hier Aufklärung über die genauen Pläne des Rektorats.

Dazu Johannes Gallon, Sprecher der GHG und Mitglied des akademischen Senates der MLU: ,,Wir freuen uns sehr, dass das Rektorat unsere Forderung nach Energieeffizienz und -management übernommen hat. Lieber Energie als Professuren einsparen! Leider kommt im vorgelegten Papier die Lehre zu kurz. Denn noch ist ungewiss, welche Auswirkungen die Pläne für die Studierenden der MLU haben werden. Sparminister Bullerjahn muss endlich einsehen, dass die BaföG-Mittel in die Grundfinanzierung der Universität gehören!“

Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt, Sprecherin der GHG und Stadträtin der Stadt Halle, ergänzt: „Die Landesregierung hält an ihren Kürzungsplänen fest und spart damit an einer der wichtigsten Ressourcen für Sachsen-Anhalt: Bildung. Es ist daher ein richtiges Zeichen, dass die Universität dem entgegenhält und trotz der Kürzungen in Zukunft Flüchtlingen das Studium ermöglichen will. Das Rektorat muss die Pläne zur Integration von Flüchtlingen nun zügig umsetzen.“

Die GHG sieht die Kürzungs-Misere aber noch nicht als beendet an, auch wenn mit dem vom Rektorat vorgelegten Konzept ein vorläufiger Schlusspunkt erreicht wird. Daher ruft die GHG die gesamte Hochschulöffentlichkeit dazu auf, auch weiterhin gegen die Kürzungspläne der schwarz-roten Landesregierung zu protestieren und die Demonstration des Aktionsbündnisses am 15.10.2015 zu besuchen.

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