Schülerzahlen in Halle und Magdeburg während der letzten Dekade um 30% gestiegen

25. Juni 2020 | Bildung und Wissenschaft | 1 Kommentar

Die Schülerzahlen in den kreisfreien Städten Halle (Saale) und Magdeburg sind seit dem Schuljahr 2009/10 um knapp 30 % gestiegen. Im laufenden Schuljahr 2019/20 werden an den 870 allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt 197 067 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erreichte im Schuljahr 2009/10 die Schülerzahl in Sachsen-Anhalt mit 173 799 Schülerinnen und Schülern ihren Tiefststand.

Seit diesem Zeitpunkt sind die Schülerzahlen um 23 268 Schülerinnen und Schülern bzw. 13,4 % gestiegen. Besonders stark stiegen die Schülerzahlen in den kreisfreien Städten Halle (Saale) (29,4 %) und Magdeburg (29,5 %). Bei den Landkreisen dominieren mit einem Zuwachs seit dem Schuljahr 2009/10 der Saalekreis mit 21,6 % und der Landkreis Börde mit 17,6 %. Die geringsten Steigerungen verzeichneten der Landkreis Harz (4,5 %), der Altmarkkreis Salzwedel (3,8 %) und der Landkreis Mansfeld-Südharz (3,0 %). Im Landkreis Stendal sind die Schülerzahlen gesunken (-0,8 %). Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung sind die Absolutwerte ab dem Schuljahr 2018/19 auf ein Vielfaches von 3 gerundet. Die Summe der gerundeten Werte kann von der ebenfalls gerundeten Gesamtsumme abweichen.

Mit den steigenden Schülerzahlen steigt auch der Bedarf an Lehrkräften. Seit mindestens drei Jahren steht Bildungsminister Marco Tullner (CDU) kontinuierlich in der Kritik,  angesichts der bekannten Zahlen nicht für einen bedarfsgerechten Aufwuchs von Lehrpersonal zu sorgen. Regierungsintern war Tullner schon lange gewarnt worden. So hatte der ehemalige Leiter des Schulamts, Torsten Klieme, den Minister mehrfach auf den drohenden Lehrkräftemangel hingewiesen. Der Minister zog umgehend Konsequenzen:  der warnende Schulamtsleiter wurde entlassen, eine für das Land teure Niederlage vor dem Arbeitsgericht war die Folge.

 

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